Nach der Zusage eines Rettungskredits für die Warenhauskette Galeria warnt Miteigentümer Bernd Beetz vor anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen und fordert Unterstützung von Politik und Sozialpartnern. Zugleich kündigt er ein neues Konzept für die Filialen an, um dem angeschlagenen Unternehmen eine langfristige Perspektive zu eröffnen.
Beetz fordert breite Unterstützung für Galeria
Bernd Beetz, Miteigentümer der Warenhauskette Galeria, hat nach der Freigabe eines Rettungskredits weitere Unterstützung von Politik und Sozialpartnern eingefordert und zugleich ein neues Konzept für die Filialen angekündigt. „Für Galeria kann es nach der Kreditzusage weitergehen, doch die Lage bleibt angespannt“, sagte er der „Bild“ (Freitagausgabe).
Mit Blick auf die nächsten Schritte betonte Beetz gegenüber der „Bild“: „Jetzt gilt es, gemeinsam mit Politik, Standorten, Vermietern und weiteren Stakeholdern tragfähige Lösungen zu finden. Unsere Strategie steht, aber unter den schwierigen Rahmenbedingungen ist es ein sehr großer Kraftakt diese umzusetzen.“
Warnung vor Folgen für Stadtzentren
Ohne Galeria würden viele Innenstadtlagen erhebliche Einbußen hinnehmen müssen, so der Galeria-Miteigentümer. „Ohne Galeria würden viele Stadtzentren spürbar an Attraktivität und Lebendigkeit verlieren“, sagte Beetz der „Bild“. Um eine verlässliche Perspektive für das Unternehmen zu schaffen, benötige man nach seinen Worten „die Politik, die Städte, die Vermieter und auch die Sozialpartner“.
Kredit sichert kurzfristigen Fortbestand
Beetz verwies darauf, dass mit dem Rettungskredit vorerst die Existenz des Warenhausunternehmens gesichert sei. „Man habe mit einem Kredit jetzt den kurzfristigen Fortbestand gesichert, aber wir wollen auch eine langfristige und belastbare Zukunftsperspektive schaffen“, sagte er der „Bild“.
In diesem Zusammenhang stellte er ein Sanierungsprogramm und ein verändertes Konzept für die Filialen in Aussicht. „Jetzt haben wir die Chance, unsere Strategien weiter umzusetzen, etwa mit modularen Flächenkonzepten, neuen Partnern und einem verbesserten Sortiment“, sagte Beetz der „Bild“.
