Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex lag am Morgen knapp unter der Marke von 25.000 Punkten, während einzelne Werte deutlich zulegen konnten. Begleitet wird die Seitwärtsbewegung von durchschnittlichen Umsätzen und einer gedämpften Marktaktivität in der Ferienzeit.
Dax startet knapp unter Vortagesschluss
Der Dax hat den Handelstag am Mittwoch mit einem leichten Minus begonnen. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.980 Punkten berechnet, was einem Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag entspricht. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Airbus und Rheinmetall, am Ende Hochtief, Heidelberg Materials und Eon.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, verwies auf mehrere Faktoren, die den deutschen Aktienmarkt derzeit beeinflussen. „Tiefe Ölpreise, zunehmender Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und die Hoffnung auf weitere Friedensgespräche sorgen für neue Zuversicht im Dax“, sagte Stanzl der Consorsbank zufolge.
Marktumsätze und Einfluss des KI-Sektors
Gleichzeitig relativierte Stanzl die Aussagekraft des jüngsten Kursanstiegs. „Trotz des kräftigen Kursanstiegs gestern lagen die Handelsumsätze allerdings nur im Durchschnitt. Die Sommerpause und die urlaubsbedingte Abwesenheit vieler Marktteilnehmer sind nicht zu übersehen“, erklärte der Chefmarktanalyst der Consorsbank.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung der großen Indizes sprach Stanzl von einer spannenden Phase, sobald frühere Höchststände wieder erreicht würden. „Dann wird sich zeigen, ob die Euphorie über die starke Entwicklung des KI-Sektors genügen wird, um die Aktien weiter steigen zu lassen, oder ob die Nachfrage durch das zusätzliche Aktienangebot von SpaceX und Alphabets Kapitalerhöhung erst einmal gesättigt ist“, so Stanzl laut Consorsbank. Er ergänzte: „Bislang schöpfen die großen Indizes lediglich ihre Handelsspanne aus, die sie im Juni etabliert haben – das gilt nicht nur für den zuletzt schwächeren Dax, sondern auch für die Aktienindizes, die besonders von KI profitieren.“
Euro schwächer – Ölpreis mit leichtem Plus
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmorgen schwächer. Ein Euro kostete 1,1396 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8775 Euro zu haben.
Am Rohölmarkt legten die Preise dagegen leicht zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 73,11 US-Dollar, das waren 16 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
