Der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Joybrato Mukherjee, hat eine stärkere staatliche Kontrolle einzelner privater Hochschulen in Deutschland gefordert. Anlass sind nach seinen Angaben „sehr fragwürdige Angebote“, die vor allem Studierende aus dem Ausland anziehen und deren Erwartungen nicht erfüllen.
Warnung vor „fragwürdigen Angeboten“ privater Hochschulen
Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fordert eine „bessere Kontrolle“ einzelner privater Hochschulen in Deutschland. Es gebe vor allem in Berlin teilweise „sehr fragwürdige Angebote“, die Studierende aus anderen Ländern nach Deutschland lockten, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Quelle: „Die Zeit“). Deren Erwartungen würden sich dann „vor Ort zerschlagen“, so Mukherjee gegenüber „Die Zeit“. Zu den Angeboten frage er sich: „Warum sind diese staatlich anerkannt, warum wurden bestimmte Studiengänge überhaupt akkreditiert?“ (Quelle: „Die Zeit“).
Indische Studierende im Fokus
Das Problem betreffe insbesondere Studierende aus Indien, die in ihrer Heimat an unseriöse Anbieter gerieten. „Diese sogenannten Vermittlungsagenturen in Indien sind ein grauer Markt – und ein Kern des Problems. Sie haben ein Geschäft daraus gemacht, Studieninteressierte in Richtung Deutschland oder anderer Länder zu lotsen“, so Mukherjee in „Die Zeit“. Er rate den deutschen Hochschulen von einer Zusammenarbeit ab.
Rekordzahl internationaler Studierender
Hintergrund ist die gestiegene Zahl internationaler Studierender in Deutschland. Im Wintersemester 2024/25 hat die Zahl der internationalen Studierenden, die für ein Studium nach Deutschland kommen, mit rund 402.000 Studierenden einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 dieser internationalen Studierenden kamen aus Indien, sie machen mittlerweile die größte Gruppe aus.
✨ mit KI bearbeitet