Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, warnt vor einem Anstieg der Schwarzarbeit, sollte das Niveau der Sozialabgaben weiter steigen. In einem Interview mit den Sendern RTL und ntv forderte sie, Ausgaben zu dämpfen und Einnahmen zu stabilisieren, um die Belastung für Arbeitnehmer und Betriebe zu begrenzen.
Warnung vor steigender Schwarzarbeit
Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion Gitta Connemann sieht bei weiter steigenden Sozialabgaben eine kritische Grenze erreicht. Eine Grenze sei schon weit vor 50 Prozent Sozialabgaben erreicht, sagte Connemann den Sendern RTL und ntv. Bei 50 Prozent hätte man einen Staat, der dem Grunde nach nicht mehr interessant sei für Arbeitnehmer und Betriebe.
Connemann zufolge würde ein solches Niveau der Abgaben falsche Anreize setzen. Denn dann hätte man eigentlich das Signal, lieber in die Schwarzarbeit zu gehen. Deshalb müssten die Ausgaben jetzt gedämpft und Einnahmen stabilisiert werden. Dazu diene die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.
Mehr Arbeit und niedrigere Steuern als Ziel
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse auch mehr gearbeitet werden, so die CDU-Politikerin. Sie kenne Mitarbeiter, die gerne mehr arbeiten würden. „Damit Leistung sich wieder lohnt, müssen wir aber an die Steuern ran.“ Gerade die Einkommensteuer sei eine Mittelstandssteuer, dort müssten die Impulse so gesetzt werden, dass Mitarbeiter und Unternehmer profitieren könnten.
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