Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet trotz der angespannten Lage bei der Kerosinversorgung über die Straße von Hormus mit ausreichend Flugbenzin für Europa im Sommer. Vorstandschef Stefan Schulte sieht auch für deutsche Fluggäste aktuell keinen Anlass zur Sorge und hält Flugstornierungen wegen möglicher Engpässe für unnötig.
Fraport-Chef erwartet genügend Kerosin
Vorstandsvorsitzender Stefan Schulte von Fraport geht davon aus, dass die Versorgung mit Flugbenzin in Europa in den kommenden Monaten gesichert ist. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Monaten in Europa und damit auch in Deutschland genügend Kerosin haben. Wenn es gut läuft, auch bis Jahresende“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“.
Trotz laufender Bemühungen um einen Frieden im Iran ist die Straße von Hormus, über die normalerweise zwischen 25 und 30 Prozent des in Europa benötigten Kerosins befördert wird, weiterhin weitgehend blockiert. Experten warnen deshalb vor einem möglichen Engpass beim Flugbenzin im beginnenden Sommer.
Verunsicherung bei Fluggästen
Die Diskussion über eine mögliche Knappheit beim Flugbenzin hat nach einer Umfrage des Abrechnungsdienstleisters SAP Concur viele Deutsche verunsichert. Demnach hat fast jeder Fünfte wegen der Debatte bereits einen Flug storniert oder umgebucht – oder seine Fluggesellschaft hat einen Flug abgesagt.
Schulte: „Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge“
Schulte glaubt nicht an ein Chaos in der wichtigen Sommersaison. „Ich würde jedem Fluggast klar sagen: Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“. Selbst wenn es in irgendeiner Region der Welt doch einen Engpass geben sollte, werde man umgebucht oder bekomme sein Geld zurück. Die Sorge, dass man irgendwo strandet, sei nach seiner Einschätzung unbegründet. Länder wie Indien oder China gingen sehr professionell durch Anlegen von Reserven mit der Situation um. Ein Flugzeug, das dort landen darf, werde auch wieder zurückfliegen.
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