Trotz Aufrufen in sozialen Medien blieb die Lage entspannt
Die spanische Exklave Ceuta ist am Wochenende von einem erneuten massenhaften Migrantenansturm verschont geblieben. Trotz Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem Grenzübertritt am Samstag blieb die Lage in der nordafrikanischen Enklave ruhig, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.
Keine Krise an der Grenze zu Ceuta
Ein dpa-Reporter vor Ort beschrieb die Stimmung im Stadtzentrum als „heile Welt“. In den Außenbezirken waren zwar vereinzelt Gruppen junger Migranten zu sehen, doch von einer akuten Krise konnte keine Rede sein. Auch der staatliche spanische Sender RTVE und andere Nachrichtenquellen bestätigten die entspannte Situation an der Grenze.
Grenze bleibt trotz Warnungen ruhig
Die Befürchtungen waren groß gewesen: Nach dem massiven Ansturm von über 6.000 Migranten im Mai 2021 hatten Behörden und Hilfsorganisationen mit einer Wiederholung gerechnet. Doch diesmal blieb es bei vereinzelten Versuchen, die Grenze zu überqueren. Die spanische Regierung hatte vorsorglich die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, um mögliche Übertritte zu verhindern.
Marokkanische Polizei sichert Ceuta ab
Lokale Beobachter betonten, dass die Ruhe auch auf die verstärkte Präsenz von marokkanischen Sicherheitskräften zurückzuführen sei. Diese hätten in den vergangenen Tagen gezielt Patrouillen an der Grenze zu Ceuta intensiviert. Zudem seien viele potenzielle Migranten durch die aktuellen Aufrufe in sozialen Medien verunsichert gewesen.
Ceuta und Melilla bleiben Migrationshotspots
Trotz der aktuellen Entspannung bleibt die Situation in Ceuta und Melilla, der zweiten spanischen Exklave in Nordafrika, angespannt. Beide Städte sind für viele Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten ein Tor zur Europäischen Union. Die EU und Spanien arbeiten weiterhin an Lösungen, um die Migration über diese Route besser zu kontrollieren.