Eine mögliche Anhebung des Pflegebeitrags für Kinderlose könnte der Pflegeversicherung jährlich rund eine Milliarde Euro zusätzlich einbringen. Dies geht aus Schätzungen des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP) hervor, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) prüft demnach eine Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte.
Beitragsanhebung für Kinderlose in der Prüfung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) prüft nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, den Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung von derzeit 0,6 auf 0,7 Prozentpunkte anzuheben. Hintergrund der Überlegungen ist ein erwartetes Milliardenloch in der Pflegeversicherung.
Laut den Schätzungen des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP), über die das „Handelsblatt“ berichtet, könnte eine solche Erhöhung der Pflegeversicherung rund eine Milliarde Euro zusätzlich pro Jahr einbringen. Die Maßnahme würde ausschließlich Kinderlose betreffen, für die ein höherer Zuschlag vorgesehen ist.
Finanzielle Mehrbelastung für Versicherte
Nach den Berechnungen des WIP hätte die geplante Anhebung für einen kinderlosen Durchschnittsverdiener eine Mehrbelastung von rund 13 Euro im Monat zur Folge. Bei Einkommen an oder oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wären es den Angaben zufolge rund 30 Euro monatlich mehr.
Die mögliche Änderung könnte in das „Pflegeneuordnungsgesetz“ (PNOG) einfließen, das Bundesgesundheitsministerin Warken noch in diesem Jahr auf den Weg bringen möchte.
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