Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant ein Gesetz zur Stärkung der Suizidprävention in Deutschland und will damit Länder und Kommunen gezielt unterstützen. Ein entsprechender Gesetzentwurf, über den die „Rheinische Post“ berichtet, befindet sich inzwischen in der Ressortabstimmung der Bundesregierung und sieht eine Reihe struktureller Maßnahmen vor, um Suizidversuche und Suizide besser zu verhindern.
Gesetzentwurf für bundeseinheitliche Strukturen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken und die dafür zuständigen Länder und Kommunen besser unterstützen. Ziel des Gesetzes ist es, die Prävention von Suizidversuchen und Suiziden durch Maßnahmen der Information, Aufklärung, Forschung und Unterstützung zu stärken und zu verbessern, wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht, über den die „Rheinische Post“ berichtet.
Zentraler Baustein ist die Schaffung einer „Bundesfachstelle für Suizidprävention“. Im Entwurf ist festgehalten, dass diese neue Einrichtung unter anderem ein Konzept für eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer entwickeln soll. Die Länder sollen in diesen Prozess einbezogen werden.
Neue Bundesfachstelle und Fachbeirat geplant
Neben der Bundesfachstelle sieht der Gesetzentwurf die Einrichtung eines Fachbeirats vor, der die Fachstelle beraten soll. Ferner sollen die Länder auf einen flächendeckenden, bedarfsgerechten Ausbau der Krisendienste hinwirken. Dem Entwurf zufolge soll es zudem Modellvorhaben zu Maßnahmen der Suizidprävention geben, um unterschiedliche Ansätze zu erproben.
Stabile, aber hohe Suizidzahlen
Hintergrund des Gesetzesvorhabens sind die anhaltend hohen Suizidzahlen in Deutschland. Rund 10.000 Menschen beenden jährlich ihr Leben durch einen Suizid in Deutschland – mehr als durch illegale Drogen, Verkehrsunfälle und HIV zusammen. Angaben des Ministeriums zufolge liegt die Zahl der registrierten Suizide seit über zehn Jahren relativ stabil um die 10.000 Fälle pro Jahr, zuletzt mit steigender Tendenz.
