Dem Opfer einer Straftat und seinen Angehörigen schnell und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite stehen – das ist die selbstgestellte Aufgabe der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen.
Opferhilfe unterstützt seit 25 Jahren
Seit 25 Jahren betreut, informiert und unterstützt die Opferhilfe Menschen, die von einer Straftat betroffen wurden. Die Opferhilfebüros in Osnabrück und zehn weiteren Orten in Niedersachsen helfen bei der Bewältigung von Tatfolgen, begleiten zum Beispiel Geschädigte zur Zeugenaussage vor Gericht oder leisten finanzielle Unterstützung. Das können Anwaltskosten sein oder die Kosten für die Reparatur einer eingetretenen Haustür.
Aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens setzt die Stiftung mit einem Spendenmarathon ein besonderes Zeichen. 25.000 Euro für Betroffene digitaler Gewalt sollen innerhalb eines Jahres bis zum Stichtag 3. September gesammelt werden. „Digitale Gewalt ist längst Teil unserer Realität“, sagt die Leiterin des Osnabrücker Opferhilfebüros, Jessica Beier. „Cyberstalking, Bildmissbrauch, Identitätsdiebstahl oder gezielte digitale Angriffe betreffen immer mehr Menschen.“ Die Betroffenen seien oft hilflos und isoliert, manchmal verhindere auch Scham, dass sie sich wehrten und ihr Recht einforderten.
Konkrete Hilfsangebote
Die Opferhilfe kann mit konkreten Hilfsangeboten eingreifen: rechtliche Unterstützung, professionelle Entfernung sensibler Inhalte aus dem Internet, therapeutische Begleitung von Betroffenen, psychosoziale Prozessbegleitung und vieles mehr. Die Beratung kann in persönlichen Gesprächen oder online erfolgen, sie ist stets vertraulich, auf Wunsch auch anonym, und kostenlos.
Der Zonta-Club Osnabrück Westfälischer Friede beteiligt sich am Spendenmarathon mit einer 500-Euro-Spende. Bei der Übergabe zeigte sich Opferhelferin Beier sehr erfreut: „Wir sind dankbar für jede Unterstützung. Sie spiegelt uns die Wertschätzung unserer Arbeit.“ Club-Vorständin Lidia Wübbelmann betont, dass ein Schwerpunkt der Zonta-Arbeit Maßnahmen und Projekte zur Eindämmung von Gewalt gegen Frauen sei. Die Initiative „Zonta says No“ verfolge das Ziel eines besseren, gewaltfreien Lebens für Mädchen und Frauen. Beispiele der Clubprojekte sind das Aufstellen von über 120 orangen Bänken, Verbreitung von Hilfetelefonnummern über Brötchentüten und Postkarten, Selbstbehauptungs-Workshops und Lesungen oder Vorträge – auch in Kooperation mit anderen engagierten Gruppen wie dem Verein Löwenpudel oder den lokalen Motorradclubs.
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