Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Bastian Ernst, sieht das derzeitige Freiwilligenmodell mit Skepsis. Ob die von Verteidigungsminister Boris Pistorius angestrebten Zielgrößen ohne eine Wiedereinführung der Wehrpflicht erreicht werden können, hält er für offen. Zugleich hebt Ernst die hohe Beteiligung junger Männer an den Fragebögen zum neuen Wehrdienst und die gestiegenen Bewerberzahlen bei der Bundeswehr als positives Signal hervor.
Skepsis gegenüber Freiwilligenmodell
Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Bastian Ernst, äußert Zweifel daran, ob das geltende Freiwilligenmodell ausreicht, um die Pläne von Verteidigungsminister Boris Pistorius zu erfüllen. „Ob die von Verteidigungsminister Boris Pistorius avisierten Zahlen ohne Wehrpflicht erreicht werden können, werde sich erst in den nächsten Jahren zeigen“, sagte Ernst der „Rheinischen Post“ (Freitag).
Hohe Rücklaufquote bei Fragebögen
Zugleich begrüßte Ernst die Resonanz auf die Unterlagen zum neuen Wehrdienst. Dass ungefähr 96 Prozent der jungen Männer den Fragebogen der Bundeswehr beantwortet hätten, sei eine erfreuliche Nachricht, so der CDU-Politiker gegenüber der „Rheinischen Post“. Es zeige, „was er auch immer wieder in Gesprächsrunden mit jungen Menschen erlebt habe: Sie seien sich der Notwendigkeit einer Verteidigung des demokratischen Systems bewusst und bereit, Verantwortung zu übernehmen.“
Verantwortungsbereitschaft der jungen Generation
Auch die gestiegenen Zahlen bei den Bewerbungen und Einstellungen in die Bundeswehr unterstreichen nach Ernsts Worten die Verantwortungsbereitschaft der jungen Generation.
