Die IG-Metall-Vorsitzende und VW-Aufsichtsratsvize Christiane Benner zeigt sich zurückhaltend zum Vertrauen in Konzernchef Oliver Blume. Zugleich relativiert sie frühere Aussagen zu Werksschließungen und benennt eine Zeitschiene für Alternativkonzepte.
Keine Garantie für Standorte über 2030
Noch vor der Aufsichtsratssitzung hatte Benner Werksschließungen kategorisch ausgeschlossen „Werksschließungen gehen mit uns nicht“ und Blume schwere Fehler im Umgang mit der Belegschaft vorgeworfen. Nun erklärte sie, eine Garantie für den Erhalt aller Standorte und Arbeitsplätze über 2030 hinaus könne sie nicht geben. „Heutzutage ist ja irgendwie wenig ausgeschlossen“.
Neu ist die von ihr erstmals genannte Zeitschiene: Die Arbeitnehmerseite habe sich im Aufsichtsrat „fast ein Jahr“ erkämpft, um Alternativkonzepte zur Werksauslastung zu erarbeiten – als Ergänzung zur bestehenden Beschäftigungssicherung aus dem Tarifabschluss von Ende 2024.
Falschmeldungen zu Werksschließungen
Benner bezeichnete kursierende Medienberichte über einen bereits gefassten Aufsichtsratsbeschluss zu vier Werksschließungen und einer konkreten Abbauzahl als Falschmeldung. Beschlossen worden seien lediglich Kosteneinsparungen durch Synergien zwischen den Marken.
Die Themen Werksschließung und Stellenabbau habe der Aufsichtsrat nur zur Kenntnis genommen.