Am Neumarkt in Osnabrück ist am Donnerstagmittag (10. September) der erste große Schritt für die geplanten Johannishöfe gemacht worden. Die Lindhorst-Gruppe hat als Bauherrin gemeinsam mit der Stadt Osnabrück den Start des Rückbaus der bestehenden Bebauung symbolisch begangen. Auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter nahm an dem Termin teil.
Altbebauung wird zurückgebaut
Die Rückbauarbeiten starteten im ersten von insgesamt drei geplanten Projektabschnitten. Zunächst soll unter anderem die bestehende Bebauung im Bereich des ehemaligen Parkhauses weichen. Damit entsteht Platz für das geplante neue Stadtquartier am Neumarkt.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter im Abrissbagger. / Foto: Hannah Meiners
Die Johannishöfe sollen künftig verschiedene Nutzungen miteinander verbinden. Vorgesehen sind unter anderem Service-Wohnen sowie Wohnangebote für Studierende und Auszubildende. Auch Handelsflächen sind geplant. Nach Angaben der Lindhorst-Gruppe sollen die Johannishöfe einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung und Attraktivität der Osnabrücker Innenstadt leisten. Das Quartier soll modern und nachhaltig gestaltet werden.
Oberbürgermeisterin betont die Bedeutung des Projekts
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter betonte vor Ort die große Bedeutung für die Stadt: „Der Beginn der Arbeiten markiert einen echten Wendepunkt für die Osnabrücker Stadtentwicklung. Die jahrelange Geduldsprobe am Neumarkt ist nun endlich beendet. Ich freue mich sehr, dass es uns in konstruktiver Zusammenarbeit mit der Lindhorst-Gruppe gelungen ist, den Weg für dieses Zukunftsprojekt frei zu machen. Die Johannishöfe werden dem Neumarkt neue Energie verleihen, die Innenstadt beleben und wertvollen Raum für modernes Wohnen und Gewerbe schaffen.“

Abrissbagger am alten Wöhrl-Parkhaus. / Foto: Hannah Meiners
Robert Alferink spricht von Inszenierung
Mit dem symbolischen Start des Rückbaus ist das Projekt nun sichtbar in die nächste Phase eingetreten. Der SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Robert Alferink kritisierte in einer am Mittwoch (9. September) versandten Mitteilung die wiederholten Aufbruchsankündigungen der vergangenen Jahre: „Frau Pötter hat den Menschen oft genug erzählt, dass es am Neumarkt jetzt vorangeht. Nun wird ausgerechnet drei Tage vor der Wahl wieder ein symbolischer Starttermin angesetzt. Mir ist das zu viel Inszenierung und zu wenig Ergebnis.“ Er erwarte jetzt keine plötzliche Neumarkt-Wende. „Zunächst beginnt der Abriss des Parkhauses. Nicht mehr und nicht weniger“, so Alferink.
Lindhorst klärt auf, warum es erst jetzt losgeht
Alexander Lindhorst von der Lindhorst-Gruppe klärte beim Abrissbeginn am Donnerstag auf, warum man gerade jetzt kurzfristig mit dem Rückbau begonnen hat: Laut seinen Angaben seien „erst in der vergangenen Woche die letzten Genehmigungen durchgegangen“.
Kommentare zu diesem Artikel:
- Wenn Frau Pötter wieder alles schönreden. Der Neumarkt ist und bleibt ein Schandfleck, solange der nicht für den Durchgangsverkehr gesperrt wird
- Hoffentlich kommen dann auch öffentliche Toiletten hinzu. Was am Neumarkt sehr wichtig wäre seit der Tunnel geschlossen wurde. Gerade zu Zeiten wo noch keine Geschäfte geöffnet sind ist es sehr schwierig etwas zu finden. Johannisstrasse runter überhaupt nichts. Grosse Straße hoch erst am Nikolaiort wenn es dann nicht geschlossen hat das WC .
- Wenn Frau Pötter wieder alles schönreden. Der Neumarkt ist und bleibt ein Schandfleck, solange der nicht für den Durchgangsverkehr gesperrt wird
- Hoffentlich kommen dann auch öffentliche Toiletten hinzu. Was am Neumarkt sehr wichtig wäre seit der Tunnel geschlossen wurde. Gerade zu Zeiten wo noch keine Geschäfte geöffnet sind ist es sehr schwierig etwas zu finden. Johannisstrasse runter überhaupt nichts. Grosse Straße hoch erst am Nikolaiort wenn es dann nicht geschlossen hat das WC .
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