Uniper-Chef Michael Lewis verlangt klare Regeln und eine gebündelte Zuständigkeit für den Schutz kritischer Infrastruktur. Das KRITIS-Dachgesetz sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte er dem „Focus“.
Dezentrale Kommunikation als Problem
Lewis betont, dass es Klarheit bei fehlenden Regelungen brauche. Zudem fordert er eine zentrale staatliche Einheit, die für Bedrohungen zuständig ist. Aktuell kommuniziere man in Deutschland mit zahlreichen Behörden, je nach Art der Bedrohung oder Region. Das sei nicht nur mühsam, sondern auch uneffektiv.
Gestiegene Bedrohungslage
Die Bedrohung der kritischen Energie-Infrastruktur sei in den letzten Jahren enorm gewachsen, so Lewis. Gefahren bestünden nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.
Während früher vor allem einzelne Kriminelle als Bedrohung galten, müsse man heute auch mit staatlichen Akteuren rechnen. Diese machten Deutschland zum Ziel hybrider Kriegsführung. Zudem seien physische Angriffe wahrscheinlicher geworden, während virtuelle Attacken bereits sichtbar seien.