Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, wirft Russland vor, den internationalen Weizenmarkt gezielt zur Schwächung westlicher Landwirtschaft zu nutzen. Die Bundesregierung sei gefordert, Ernährungssicherheit wie Verteidigungsfähigkeit zu behandeln.
Strategische Preispolitik drückt die Preise
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sagte der "Bild" (Donnerstagausgabe): "Putin nutzt Weizen als strategische Waffe gegen Deutschland, gegen Europa und die USA".
Russland habe drei Jahre hintereinander eine sehr gute Ernte eingebracht und betreibe eine aggressive Preispolitik, so Rukwied. "Russland hatte drei Jahre hintereinander eine sehr gute Ernte. Russland betreibt eine aggressive Preispolitik und drückt große Mengen auf den Weltmarkt. Dies drückt den Preis".
"Ist der Preis am Weltmarkt niedrig, verdienen unsere Bauern nichts".
"Die Lage unserer Bauern ist so oder so schon angespannt. Viele haben finanzielle Engpässe". Neben dem Preisdruck belasteten hohe Kosten für Betriebsmittel die Landwirtschaft.
"Die Bundesregierung ist jetzt gefordert – Ernährungssicherheit ist so wichtig wie Verteidigungsfähigkeit".