# Antisemitismusbeauftragter fordert jüdische Beteiligung am neuen Wehrdienst Datum: 15.02.2026 11:25 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/antisemitismusbeauftragter-fordert-juedische-beteiligung-am-neuen-wehrdienst-683691/ --- Der Regierungsbeauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismus-Bekämpfung, Felix Klein, befürwortet eine Beteiligung von Juden am neuen Wehrdienst der Bundeswehr und betont die Gleichberechtigung jüdischer Soldaten. Die Jüdische Studierendenunion kritisiert dagegen die Wehrpflicht-Debatte als unzureichend sensibel für die Lebensrealität junger Menschen mit Migrationshintergrund und verweist auf historische Erfahrungen mit deutscher Staatsgewalt. ## Regierungsbeauftragter und Zentralrat unterstützen Kurs der Bundesregierung Im Gegensatz zur Jüdischen Studierendenunion spricht sich der Regierungsbeauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismus-Bekämpfung, Felix Klein, klar für eine Beteiligung von Juden an dem neuen Wehrdienst der Bundeswehr aus. Er halte es für „selbstverständlich, dass der neue Wehrdienst für Angehörige der jüdischen Gemeinschaft ebenso gilt wie für alle Teile der Bevölkerung“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Juden dienten heute gleichberechtigt in der Truppe. Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte, die jüdische Gemeinschaft unterstütze den Kurs der Bundesregierung und die Modernisierung des Wehrdienstes. Eine weitergehende Einordnung nahm Schuster in dem vorliegenden Text nicht vor. ### Kritik der Jüdischen Studierendenunion an Wehrpflicht-Debatte Der Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion (JSUD), Ron Dekel, sprach hingegen von einer „teilweise realitätsfernen“ Wehrpflicht-Debatte. „Es fehlt die Lebensrealität jener jungen Menschen im wehrpflichtigen Alter, die Migrationshintergrund besitzen oder deren familiäre Geschichte und Identität besondere Erfahrungen mit deutscher Staatsgewalt einschließt“, sagte er dem RND. Besonders vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und angesichts eines wachsenden Rassismus sei das „ein eklatantes Versäumnis“. ### Historische Erfahrungen und Sorge vor Antisemitismus Dekel verwies zudem auf historische Erfahrungen jüdischer Soldaten in Deutschland. Selbst „Blutopfer für das Vaterland“ von Juden im Ersten Weltkrieg hätten nichts an der tief verankerten antisemitischen Haltung weiter Teile der Gesellschaft geändert. Wären sie nicht im Krieg getötet worden, wären viele von ihnen später „mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Gaskammern durch ihre einstigen Kameraden ermordet worden“, sagte Dekel. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück