Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst hat eine am Gemeinwohl orientierte Entwicklung und Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) gefordert. KI müsse dem Menschen dienen, zugleich aber durch klare Grenzen dort begrenzt werden, wo Grundrechte, Sicherheit oder Menschenwürde berührt seien. Unterstützung für eine verantwortungsvolle Nutzung der Technologie kommt auch aus der katholischen Kirche, wo Papst Leo XIV. KI als „wertvolles Hilfsmittel“ bezeichnete.
„Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen“
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst hat eine Ausrichtung der Künstlichen Intelligenz am Gemeinwohl verlangt. Der „Rheinischen Post“ sagte Wintergerst, Künstliche Intelligenz müsse dem Menschen dienen und damit auch dem Gemeinwohl. KI könne bereits heute in vielen Bereichen Nutzen stiften, etwa bei der früheren Erkennung von Krankheiten oder im Bildungsbereich. „Entscheidend sei daher, dass wir die Chancen der KI verantwortungsvoll nutzen und klare Grenzen dort ziehen, wo Grundrechte, Sicherheit oder Menschenwürde berührt sind“, erklärte er der „Rheinischen Post“.
Forderung nach „pragmatischer“ KI-Entwicklung in Europa
Wintergerst verwies zugleich auf die Notwendigkeit, in Deutschland und Europa geeignete Rahmenbedingungen für die Technologie zu schaffen. Gerade deshalb müsse man in Deutschland und Europa eine „pragmatische“ KI-Entwicklung ermöglichen. „Nur wenn gute KI-Anwendungen hier entstehen, trainiert und eingesetzt werden, können wir sie nach unseren Werten gestalten und für das Gemeinwohl nutzbar machen“, sagte der Bitkom-Präsident der „Rheinischen Post“.
Papst sieht KI als „wertvolles Hilfsmittel“
In seiner ersten Enzyklika hatte Papst Leo XIV. KI zuvor als „wertvolles Hilfsmittel“ beschrieben, das mit Blick auf Risiken etwa bei autonomen Waffen oder Umweltfolgen jedoch „entwaffnet werden“ müsse.
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