Im Juni 2026 wurden in Deutschland 21.600 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 13,8 Prozent oder 2.600 gegenüber dem Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Baugenehmigungen auf 126.300 Wohnungen, was einem Anstieg von 15,1 Prozent oder 16.600 entspricht.
Anstieg bei Neubau und Umbauten
Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg im Juni 2026 um 14,1 Prozent oder 2.200 auf 17.800. Durch Umbauten bestehender Gebäude entstanden 3.900 Wohnungen, ein Plus von 12,1 Prozent oder 400.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 103.100 Wohnungen in neu zu errichtenden Gebäuden genehmigt, ein Anstieg von 15,8 Prozent oder 14.100. Besonders stark stieg die Zahl bei Zweifamilienhäusern (+27,3 Prozent oder +1.700 auf 7.700) und Mehrfamilienhäusern (+16,9 Prozent oder +9.700 auf 67.000). Bei Einfamilienhäusern lag der Anstieg bei 12,7 Prozent (+2.700 auf 24.000), während Wohnheime nur leicht um 0,9 Prozent (+40 auf 4.400) zulegten.
In neuen Nichtwohngebäuden wurden 2.400 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 42,7 Prozent oder 700. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Gebäuden entstanden 20.800 Wohnungen, ein Anstieg von 9,2 Prozent oder 1.800.
Historischer Vergleich und Einordnung
Der aktuelle Anstieg der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2026 erfolgte vom niedrigen Niveau der Vorjahre 2024 und 2025 mit 106.700 bzw. 109.800 Wohnungen. Ein ähnlich niedriger Wert war zuletzt im ersten Halbjahr 2011 mit 108.600 Wohnungen zu verzeichnen. Der stärkste Anstieg in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahr wurde zuletzt 2016 mit +30,4 Prozent oder +42.700 auf 182.800 Wohnungen registriert.