Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) fordert angesichts der neuen päpstlichen Enzyklika zu Künstlicher Intelligenz (KI) mehr technologische Eigenständigkeit für Deutschland und Europa. Er betont, nur selbst entwickelte und verantwortete Systeme könnten demokratische Werte im digitalen Zeitalter sichern.
Ruf nach technologischem Eigengewicht Europas
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) dringt angesichts der Enzyklika des Papstes zu Künstlicher Intelligenz (KI) auf eine stärkere technologische Eigenständigkeit Deutschlands und Europas. „Wenn wir wollen, dass Technologie dem Menschen dient, dann müssen wir sie selbst gestalten. Nicht nur regulieren, sondern entwickeln, prägen und verantworten“, sagte Wildberger der „Rheinischen Post“. „Ethische KI aus Deutschland und Europa ist deshalb eine Voraussetzung für demokratische Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter“, so der Digitalminister.
Abhängigkeit von fremden Werten befürchtet
Die Warnung des Papstes, KI könne moralisch nicht als neutral betrachtet werden, enthalte eine „entscheidende Einsicht“, mahnte Wildberger. Eine KI, die mit fremden Daten, nach fremden Werten und auf der Grundlage fremder Geschäftsmodelle trainiert wurde, mache uns abhängig – und sie müsse nicht dem entsprechen, was wir selbst für richtig halten, warnte er.
Päpstliche Enzyklika zu Chancen und Risiken
In seiner ersten Enzyklika beschreibt Papst Leo KI als „wertvolles Hilfsmittel“, das mit Blick auf Risiken etwa bei autonomen Waffen oder Umweltfolgen jedoch „entwaffnet werden“ müsse.
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