Bashkim Ajdini wird seine aktive Laufbahn als Profifußballer am Saisonende beenden. Das hat der VfL Osnabrück am Donnerstag bekannt gegeben. Der 33-jährige Außenbahnspieler kommt am Ende seiner Karriere auf 388 Pflichtspiele und drei Meistertitel in der 3. Liga – den letzten davon feiert er aktuell mit dem VfL.
Für die Lila-Weißen war Ajdini, der von allen nur „Bashi“ gerufen wird, über viele Jahre eine prägende Figur. In zwei Amtszeiten an der Bremer Brücke kam er auf insgesamt 200 Pflichtspiele für den VfL, erzielte dabei 13 Tore und bereitete 17 weitere Treffer vor.
Zwei Vereine, drei Meistertitel
Geboren wurde Ajdini am 10. Dezember 1992 im schwedischen Halmstad. Seinen Weg in den Profifußball nahm der Außenbahnspieler über die Stationen SJC Hövelriege und die zweite Mannschaft von Arminia Bielefeld. In der Oberliga Westfalen machte er auf sich aufmerksam, ehe ihm in der Saison 2013/14 das Debüt für Bielefelds Profimannschaft in der 2. Bundesliga glückte. Nur eine Spielzeit später folgte mit Arminia der erste Meistertitel in der 3. Liga und damit der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.
Nach einem Jahr bei der SG Sonnenhof Großaspach wechselte Ajdini im Sommer 2016 erstmals an die Bremer Brücke – damals noch unter dem Nachnamen Renneke, den seine Pflegeeltern trugen und den er später zugunsten seines Geburtsnamens ablegte. Beim VfL entwickelte er sich rasch zur Stammkraft, gewann 2017 den Niedersachsenpokal und 2019 mit den Lila-Weißen den zweiten Drittliga-Meistertitel seiner Karriere. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2021 zog es ihn weiter zum SV Sandhausen, ehe er zur Saison 2023/24 nach Osnabrück zurückkehrte.
In der laufenden Spielzeit folgte das nächste Kapitel. Zum dritten Mal in seiner Karriere wird Ajdini in dieser Saison Meister der 3. Liga, zum zweiten Mal mit dem VfL Osnabrück. Drei Drittliga-Meisterschaften, drei Aufstiege in die 2. Bundesliga – eine Bilanz, die in dieser Spielklasse Seltenheitswert hat.
„Eine Verbindung, die weit über den Fußball hinausgeht“
Den Schritt, am Saisonende aufzuhören, beschreibt Ajdini selbst mit großer Dankbarkeit. „Der Fußball hat mir unglaublich viel gegeben. Ich durfte besondere Menschen kennenlernen und viele emotionale Momente erleben. Der VfL und die Bremer Brücke werden für mich immer einen besonderen Platz haben. Hier habe ich große Erfolge gefeiert, schwierige Phasen durchlebt und eine Verbindung gespürt, die weit über den Fußball hinausgeht. Am Saisonende ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, diesen Lebensabschnitt zu beenden“, erklärt Ajdini gegenüber dem VfL sowie auch in einem rund siebenminütigen Clip, den der Verein auf Social Media teilte.
Auch Joe Enochs, Direktor Fußball beim VfL, würdigt die Verdienste des langjährigen Lila-Weißen. „Bashi hat den VfL über viele Jahre mitgeprägt. In den letzten eineinhalb Jahren hat Spielzeit zwar abgenommen, trotzdem hat er sich immer zu einhundert Prozent in den Dienst der Mannschaft und des VfL gestellt. Damit ist auch er ein wichtiger Teil dieser Aufstiegsmannschaft“, so Enochs gegenüber den Vereinsmedien.
Kein Platzsturm bei Bashis Abschied
Am kommenden Samstag steht für „Bashi“ das letzte Heimspiel seiner aktiven Laufbahn an der Bremer Brücke an. Im Rahmen der Partie gegen den SSV Ulm (Anstoß 14:00 Uhr) wird der VfL den 33-Jährigen offiziell verabschieden. Insgesamt stehen für Ajdini 388 Pflichtspiele zu Buche – neben den 200 für den VfL noch 96 für Arminia Bielefeld, davon 82 für die Zweitvertretung, 60 für den SV Sandhausen und 32 für die SG Sonnenhof Großaspach. Wettbewerbsübergreifend erzielte er 35 Tore und legte 40 weitere Treffer auf.
Im Anschluss an die Partie wird die Mannschaft zudem offiziell durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Drittliga-Meister geehrt. Die Lila-Weißen erhalten zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Meisterpokal der 3. Liga und sind damit Rekordmeister der Spielklasse. Genau deshalb hat der Verein seine Fans gebeten, im letzten Heimspiel der Saison trotz aller Feierlaune auf einen Platzsturm zu verzichten. Aus sicherheitstechnischen Gründen – unter anderem wegen des Bühnenaufbaus auf dem Rasen – wäre dieser nicht möglich, ohne die Meisterehrung zu gefährden. Stattdessen sollen die Fans das Team bei der Pokalübergabe von den Tribünen aus feiern, so wie es zuletzt im Sommer 2019 bereits einmal gut funktionierte.