Mit einem Schulstreik haben am Freitagvormittag (8. Mai) rund 200 Schülerinnen und Schüler in Osnabrück gegen den Wehrdienst der Bundesregierung protestiert. Die Demonstration begann um 10:00 Uhr am Hauptbahnhof und zog anschließend durch die Innenstadt. Dabei kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen und Verspätungen im Busverkehr.
Bundesweite Bewegung
Der Protest in Osnabrück ist Teil einer bundesweiten Bewegung unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Zuletzt hatte es am 5. März in der Friedensstadt eine solche Aktion gegeben. Hintergrund ist die Einigung der schwarz-roten Koalition auf die Einführung eines zunächst freiwilligen Wehrdienstes. Die Organisatoren sehen darin jedoch einen möglichen ersten Schritt hin zu einer späteren Dienstpflicht.
Bildung statt Wehrpflicht
Viele der jungen Demonstrierenden äußerten die Sorge, dass aus einem freiwilligen Angebot langfristig eine verpflichtende Regelung entstehen könnte. Statt zusätzlicher Investitionen in militärische Strukturen forderten sie mehr Geld für Schulen, Ausbildung und Klimaschutz. Auf Plakaten standen Slogans wie „Bildung statt Wehrpflicht“ oder „Unsere Zukunft ist nicht militärisch“.
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