Das Eon-Tochterunternehmen Westnetz hat alle RLM-Kunden aufgefordert, Kontaktdaten für den Krisenfall bei drohender Gasmangellage zu aktualisieren. Als Grund werden unvorhersehbare Faktoren genannt. Die Sorge in der Wirtschaft wächst angesichts niedriger Gasspeicherstände.
Hintergrund und aktuelle Lage
In den verschickten E-Mails verweist Westnetz auf mögliche Engpässe wegen "witterungsbedingter, wirtschaftlicher, politischer und weiterer unvorhersehbarer Faktoren", wie das "Handelsblatt" zitiert. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, solche Schreiben seien bis 2024 jährlich versandt worden. 2025 habe man darauf verzichtet, weil die seit dem Ukraine-Krieg geltende "Alarmstufe Gas" aufgehoben worden sei.
Nun werden die Kontaktdaten erneut abgefragt.
Sorge in der Industrie
Angesichts historisch niedriger Gasspeicherfüllstände vor dem Winter wächst die Besorgnis in der Wirtschaft. Ein Sprecher des Chemiekonzerns Covestro sagte dem "Handelsblatt": "Als Industrieunternehmen sehen wir ein gewisses Risiko für die Gasversorgung über den Winter".