Zwei Autobahnpolizisten entdeckten Daniel V. durch plattgetrampeltes Gras.
Die Polizei hatte zuvor mit einem Großeinsatz nach V. gesucht, der für Angriffe auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen verantwortlich gemacht wird. Einsatzleiter Frank Wißbaum vom Kölner Polizeipräsidium lobte die Arbeit der beiden 24-jährigen Beamten, die den entscheidenden Hinweis lieferten. Obwohl der Festgenommene sein Aussehen stark verändert hatte, seien sich die Ermittler schnell sicher gewesen, dass es sich um den Gesuchten handele, so Wißbaum.
Polizisten entdecken Versteck durch Trittsiegel im Gras
Laut WDR waren die beiden Polizisten nicht direkt an der Suche beteiligt, hatten aber wie alle Beamten in NRW den Auftrag, die Augen offen zu halten. Die entscheidende Beobachtung war ein plattgetrampelter Pfad im Gras, der sie zu einem getarnten Zelt führte. Dort fanden sie V., der gerade aus seinem Versteck kam. Die Beamten schickten ein Foto des Festgenommenen an das Polizeipräsidium, wo spezielle Gesichterkennungs-Experten, sogenannte Super Recognizer, den Mann mit 99-prozentiger Sicherheit als Daniel V. identifizierten.
Täter hinterließ absichtlich Spuren für die Ermittler
Die Ermittler gehen davon aus, dass V. weitere Anschläge geplant hatte. Die Bekennerschreiben, die er mit Klarnamen unterschrieben an Medien verschickt hatte, deuten laut Wißbaum darauf hin, dass der Täter gefunden werden wollte. Auch sein auffälliger Camping-Lastwagen, der in der Nähe des Hambacher Forsts entdeckt wurde, habe er nicht versteckt. Die Suche konzentrierte sich schließlich auf das Gebiet um das Kraftwerk Weisweiler, wo am Montagabend eine weitere Abschussvorrichtung gefunden wurde.