Die Zahl der Asylanträge in der EU, der Schweiz und Norwegen ist im ersten Halbjahr 2026 weiter gesunken. Mit rund 332.000 Anträgen wurde der niedrigste Stand seit 2021 erreicht – ein Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Frankreich und Italien an der Spitze
Frankreich verzeichnete mit 69.000 Anträgen die meisten Asylgesuche, gefolgt von Italien (66.000), Spanien (55.000) und Deutschland (55.000). Diese vier Länder nahmen zusammen etwa drei Viertel aller Anträge entgegen. Griechenland registrierte mit 23.000 Anträgen die höchste Zahl pro Kopf.
Rückgang bei Afghanistan und Venezuela
Die Anträge aus Afghanistan sanken um sieben Prozent. Ende 2025 hatte es noch einen sprunghaften Anstieg gegeben, der vor allem auf wiederholte Anträge afghanischer Frauen zurückging, die sich bereits in Europa aufhielten. Die Zahl der Anträge aus Venezuela ging um fast ein Drittel zurück, wobei 93 Prozent davon in Spanien gestellt wurden.
Anträge von Bangladeschern stiegen um 13 Prozent und zählten weiterhin zu den häufigsten. Die Anerkennungsquote für internationalen Schutz in der EU, Schweiz und Norwegen lag im ersten Halbjahr 2026 bei 31 Prozent.