Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise zum Nato-Außenministertreffen in Helsingborg eine veränderte Lastenteilung im Verteidigungsbündnis gefordert. Dabei stellte er sowohl die Stärkung der europäischen Säule innerhalb der Nato als auch die militärische Unterstützung der Ukraine und die Sicherung der Seewege im Nahen Osten in den Mittelpunkt. Zugleich kündigte er konkrete Vorschläge zur Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie an.
Forderung nach neuer Lastenverteilung in der Nato
Vor seinem Abflug nach Schweden warb Außenminister Johann Wadephul (CDU) für eine Anpassung der Aufgabenverteilung innerhalb des Verteidigungsbündnisses. „So wie die europäischen Fähigkeiten steigen, müssen sich die Aufgaben im Bündnis auch verschieben. Unser Ziel ist eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht“, sagte er am Donnerstag.
Gleichzeitig gehe es darum, innerhalb der europäischen Säule der Nato die Prioritäten so zu setzen, dass sie der Sicherheit in Europa am meisten dienten. Nach den Worten des Bundesaußenministers solle die europäische Verantwortung im Bündnis stärker dem gestiegenen wirtschaftlichen und militärischen Gewicht entsprechen.
Unterstützung für die Ukraine und Kooperation bei Rüstung
Wadephul betonte die Rolle der Ukraine für die Sicherheit des Kontinents. „Den größten Beitrag zur europäischen Sicherheit außerhalb des Bündnisses erbringt seit mehr als vier Jahren die Ukraine in ihrem heldenhaften Verteidigungskampf gegen Russlands Angriffskrieg“, sagte der Bundesaußenminister.
Vor diesem Hintergrund kündigte Wadephul an, beim Treffen in Schweden konkrete Vorschläge zur weiteren Unterstützung Kiews und zur Zusammenarbeit in der Rüstungsproduktion zu unterbreiten. „Wie wir die Ukraine bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterstützen und wie wir im Gegenzug auch von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie profitieren können, dazu will ich in Schweden konkrete Vorschläge machen“, sagte er.
Debatte über Sicherheit im Nahen Osten und Straße von Hormus
Ein weiteres Thema des Nato-Außenministertreffens in Helsingborg wird nach den Worten Wadephuls die Lage im Nahen Osten sein. „Unsere Anstrengungen, gemeinsam mit den Ländern der Region, gelten der freien, sicheren und gebührenfreien Durchfahrt aller Schiffe und damit der Versorgungssicherheit von Menschen weltweit“, sagte der CDU-Politiker.
Mit Blick auf die strategisch wichtige Straße von Hormus erklärte Wadephul die Bereitschaft Deutschlands zu einem aktiven Engagement. „Deutschland ist deswegen neben über 30 weiteren Staaten dazu bereit, sich aktiv an internationalen Bemühungen zur Sicherung der Straße von Hormus einzubringen“, sagte er.
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