Ein geplantes staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot stößt in der deutschen Bevölkerung grundsätzlich auf Interesse, wie eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank zeigt. Während ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen sich eine Nutzung vorstellen kann, halten sich viele aus Unsicherheit über Chancen, Risiken und Funktionsweise von Wertpapieren zurück.
Interesse an staatlich gefördertem Depot
Der Staat plant, mit einem geförderten Altersvorsorgedepot mehr Menschen für den langfristigen Vermögensaufbau mit Wertpapieren zu gewinnen. Mehr als jeder dritte Erwerbstätige (38 Prozent) kann sich laut der von Yougov im Auftrag der Postbank durchgeführten Umfrage vorstellen, ein solches Depot zu nutzen. Besonders hoch ist die Aufgeschlossenheit bei Menschen, die bereits in Wertpapiere investieren. Rund 60 Prozent von ihnen ziehen ein solches Depot in Betracht.
Weitverbreitete Zurückhaltung
Gleichzeitig sind viele Menschen zurückhaltend: 46 Prozent der Erwerbstätigen gaben laut Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank an, dass der Abschluss eines Altersvorsorgedepots für sie nicht infrage kommt. Michael Koschatzki von der Postbank sagte, ein Grund dafür sei die verbreitete Unsicherheit im Umgang mit Wertpapieren. Viele Verbraucher könnten Chancen und Risiken, insbesondere Wertschwankungen und mögliche Verluste, nicht realistisch einschätzen, so die Postbank. Laut Umfrage kann knapp jeder Dritte (32 Prozent) das Verlustrisiko von Wertpapieren mit Blick auf die persönlichen Finanzen überhaupt nicht beurteilen.
Wissenslücken bei Chancen und Risiken
Die Umfrage von Yougov im Auftrag der Postbank zeigt, dass es vielen Verbrauchern an Wissen über Chancen, Risiken und Funktionsweise von Wertpapieren mangelt. Dieses Defizit trägt dazu bei, dass trotz des vorhandenen Interesses am für Anfang 2027 geplanten Altersvorsorgedepot viele potenzielle Nutzer vor einem Abschluss zurückschrecken.
