Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Streit um das Bürgergeld Irreführung vor. Während Dobrindt in der Reformdebatte von „massiven Steigerungen beim Regelsatz“ spricht, kritisiert Bentele ausbleibende Anpassungen trotz steigender Preise. Die VdK-Präsidentin fordert vom Minister eine Erklärung, wie Bürgergeldempfänger mit den derzeitigen Sätzen auskommen sollen.
VdK-Präsidentin widerspricht Darstellung Dobrindts
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele hält den Aussagen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zu den Regelsätzen beim Bürgergeld entgegen. „Von massiven Steigerungen beim Regelsatz, wie es Minister Dobrindt formuliert, kann keine Rede sein“, sagte Bentele der „Rheinischen Post“. Nach ihren Angaben sei das Bürgergeld in den vergangenen Jahren überhaupt nicht angehoben worden – und das trotz immer weiter steigender Preise.
Bentele verweist dabei auf die spürbaren Auswirkungen der Teuerung im Alltag. Jeder spüre im Supermarkt, dass alles teurer werde, so die Präsidentin. Bürgergeldempfänger hätten lediglich einen sehr begrenzten finanziellen Spielraum für grundlegende Ausgaben.
Kritik an unzureichenden Mitteln für Lebensmittel
Besonders deutlich wird Bentele bei den für Lebensmittel vorgesehenen Beträgen. „Bürgergeldempfänger haben sechs Euro am Tag für Lebensmittel zur Verfügung. Da hätte ich gern eine Erklärung vom Minister, wo da noch Einsparungen möglich sind“, so Bentele weiter gegenüber der „Rheinischen Post“.
Hintergrund: Debatte über mögliche Kürzungen
Alexander Dobrindt hatte in der Reformdebatte Kürzungen beim Bürgergeld angeregt. Vor diesem Hintergrund wirft Bentele dem Minister Irreführung vor und stellt seine Aussagen zu angeblichen „massiven Steigerungen“ des Regelsatzes in Frage.
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