Die stark gestiegenen Energiepreise belasten einer Umfrage zufolge eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland. Gleichzeitig zeigt sich die Bevölkerung bei Energiewende, Atomausstieg und Klimazielen gespalten, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild am Sonntag" ergibt.
Große Mehrheit fühlt sich von Energiekosten stark belastet
In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ geben insgesamt 72 Prozent der Befragten an, sich durch höhere Kosten für Strom und Energie stark belastet zu fühlen. Konkret sprechen 35 Prozent von einer sehr starken, 37 Prozent von einer eher starken Belastung. Dagegen empfinden 21 Prozent die Kosten als eher schwach oder gar nicht belastend, sieben Prozent äußern sich nicht.
Gespaltene Haltung zu Energiewende und Atomausstieg
Daneben fällt die Bewertung der Energiewende gespalten aus. 43 Prozent halten den Umbau des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien für eher gut, 42 Prozent bewerten ihn als eher schlecht. 15 Prozent machen keine Angabe.
Kritischer sehen die Befragten den Atomausstieg. 49 Prozent bewerten ihn als eher schlecht, 36 Prozent als eher gut, während 15 Prozent unentschieden sind.
Geteilte Meinung zu Ausbau und Klimaziel 2045
Gleichzeitig spricht sich knapp die Hälfte der Befragten für einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien aus. 47 Prozent sind der Meinung, dass künftig eher mehr Windräder und Solaranlagen gebaut werden sollten. 26 Prozent wünschen sich keine Veränderung, 16 Prozent eher weniger Ausbau.
Auch beim Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zeigt sich ein geteiltes Bild. 46 Prozent halten dieses Ziel für eher wichtig, 38 Prozent für eher unwichtig. 16 Prozent äußern hierzu keine Meinung.
Für die „Bild am Sonntag“ hat das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.001 Personen am 16. und 17. April 2026 befragt.
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