Der lettische Verkehrsminister Atis Svinka fordert mit Blick auf die militärischen Fähigkeiten der Nato ein schnelleres Bautempo beim milliardenschweren Bahnprojekt Rail Baltica. Angesichts der von ihm betonten Bedrohung durch Russland verlangt er zudem deutlich höhere Ausgaben europäischer Staaten für Rüstung und Sicherheit.
Appell für schnelleren Ausbau von Rail Baltica
Atis Svinka
Rail Baltica gilt als Jahrhundertprojekt. Die zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke soll das Baltikum mit dem mitteleuropäischen Bahnnetz verbinden, der Bau wird mindestens noch bis 2030 dauern. Das Bahnprojekt hat nicht nur, aber auch einen militärischen Hintergrund: Die Strecke wird eine einheitliche europäische Spurbreite haben – im Fall eines russischen Angriffs könnten Truppen und militärisches Gerät wie Panzer schnell von West nach Ost befördert werden.
Forderung nach höheren Rüstungsausgaben
Svinka sprach zudem von einer Notwendigkeit, geschaffene Infrastrukturen zu schützen. Fünf Prozent für Rüstung und Sicherheit auszugeben, sei deshalb nötig, forderte er mit Blick auf das Zwei-Prozent-Ziel der Nato. „Das ist unsere Expertise, die wir Europa weitergeben können“, sagte er dem RND. Svinka riet Ländern wie Deutschland außerdem dazu, mehr Geld für Rüstung auszugeben.
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