Die Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Osnabrück hat in Zusammenarbeit mit der Polizei aus Nordrhein-Westfale bei einem Großeinsatz einen 33-jährigen mutmaßlichen Hauptbeschuldigten einer professionellen Einbrecherbande festgenommen. Rund 40 Einbrüche werden der Gruppe bislang zugerechnet.
Durchsuchungen in Rheine, Wettringen und im Kreis Steinfurt
Zahlreiche Einsatzkräfte der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Osnabrück haben am Dienstag (23. Juni) gemeinsam mit mehreren Unterstützungseinheiten der Polizei aus Nordrhein-Westfalen mehrere Durchsuchungen durchgeführt. Im Fokus standen unter anderem Objekte in Rheine, Wettringen und im Kreis Steinfurt. Auch Diensthunde der Polizeidirektion Osnabrück waren bei dem ganztägigen Einsatz im Einsatz.
Bei einem Zugriff auf Höhe der B70/B54 bei Ahaus nahmen Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen den mutmaßlichen Hauptbeschuldigten fest. Der 33-jährige Mann befand sich in seinem Fahrzeug und ließ sich widerstandslos festnehmen. Am Mittwoch (24. Juni) ordnete eine Haftrichterin Untersuchungshaft an.
Ermittlungen wegen bandenmäßiger Wohnungseinbrüche
Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Zuständig ist die Zentralstelle für organisierte und bandenmäßige Wohnungseinbruchskriminalität. Ermittelt wird wegen des Verdachts des bandenmäßigen schweren Wohnungseinbruchsdiebstahls sowie der Hehlerei.
„Ein toller Erfolg im Kampf gegen Wohnungseinbrecher und gleichzeitig ein guter Tag für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Denn dank der intensiven Ermittlungsarbeit konnten wir dieser professionellen Tätergruppierung den Garaus machen“, sagt Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.
Rund 40 Einbrüche werden der Bande zugerechnet
Nach erster Einschätzung ordnen die Ermittler der mutmaßlichen Bande rund 40 Einbrüche zu. Die Taten sollen im Kreis Steinfurt und im Münsterland begangen worden sein. Auch eine Einbruchserie im Emsland mit zahlreichen Taten, unter anderem in Lingen, Wietmarschen und Emsbüren, spielt in dem Verfahren eine Rolle.
Darüber hinaus stehen mögliche Taten in der Grafschaft Bentheim, im Landkreis Cloppenburg, in Hessen sowie mutmaßlich an weiteren Orten im Bundesgebiet im Zusammenhang mit den Ermittlungen. Nach den Einbrüchen sollen die Täter versucht haben, ihre Beute gewinnbringend zu verkaufen, unter anderem über Großhändler.
Schmuck, Bargeld und Einbruchswerkzeug sichergestellt
Nach Angaben der Polizei ging die mutmaßliche Bande professionell und arbeitsteilig vor. An verschiedenen Tatorten sollen beispielsweise Wechselkennzeichen für die Tatfahrzeuge genutzt worden sein.
Bei den Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte unter anderem Schmuck, Uhren, Münzen, Taschen, Bargeld, mutmaßliches Diebesgut, Mobiltelefone, Funkgeräte, Bankschließfachschlüssel, Autokennzeichenpaare, Laptops sowie einen Rucksack mit Einbruchswerkzeug. Auch ein Mietfahrzeug wurde sichergestellt.
Einer ersten groben Schätzung zufolge könnte sich die Summe des Diebesguts und weiterer Vermögenswerte auf rund 100.000 Euro belaufen.
Ermittlungen dauern an
Die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück ermittelt seit Februar 2026 intensiv gegen die Beschuldigten. Zuvor war das Verfahren bei der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim geführt worden, wo nach Angaben der Polizei der Grundstein für den jetzigen Ermittlungserfolg gelegt wurde.
Die Ermittlungen dauern weiter an.
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