US-Präsident Trump trifft Xi Jinping in Peking. Wirtschaft und Iran-Krieg dominieren die Agenda.
US-Präsident Donald Trump ist am Mittwochabend (Ortszeit) in Peking eingetroffen, um mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über drängende wirtschaftliche und geopolitische Themen zu sprechen. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich seit Trumps letztem Besuch im Jahr 2017 deutlich abgekühlt, nicht zuletzt aufgrund von Trumps aggressiver Zollpolitik und den Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt der aktuellen Gespräche, wie n-tv berichtet. Begleitet wird Trump von einer Delegation hochrangiger US-Wirtschaftsbosse, darunter Elon Musk von Tesla und SpaceX, Robert Ortberg von Boeing und Jensen Huang von Nvidia. Auffällig war auch die Anwesenheit von Trumps Sohn Eric und dessen Ehefrau Lara, die beide in der Familienfirma tätig sind.
Trump verwechselt Apple-Chef mit ‚Tim Apple‘
Eric Trump leitet dort die Geschäfte mit Immobilien und Kryptowährungen. Ein kleiner Fauxpas unterlief Trump bei der Nennung der Namen der mitreisenden Wirtschaftsbosse. In einem Post auf seiner Online-Plattform Truth Social bezeichnete er Apple-Chef Tim Cook als ‚Tim Apple‘, was in den sozialen Medien für einige Schmunzeln sorgte. Die Gespräche zwischen Trump und Xi Jinping werden mit Spannung erwartet, da sie auch mögliche Zusagen Chinas für den Kauf von Boeing-Flugzeugen und US-Agrarprodukten beinhalten könnten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs sind bereits jetzt spürbar.
Deutsche Großhandelspreise steigen auf Rekordhoch
So haben die Großhandelspreise in Deutschland im April so stark angezogen wie seit über drei Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Verkaufspreise erhöhten sich um 6,3 Prozent zum Vorjahresmonat, was vor allem auf die gestiegenen Kosten für Mineralölerzeugnisse zurückzuführen ist. Die Entwicklung auf Großhandelsebene ist ein wichtiger Indikator für die Inflation, da sie sich meist verzögert auf die Endverbraucherpreise auswirkt. Die Sperrung der Straße von Hormus hat die Ölpreise in die Höhe getrieben, was sich auch auf die Frachtraten auswirkt. Der Hamburger Logistikkonzern Hapag-Lloyd erwartet für das Gesamtjahr ein deutliches Minus im operativen Geschäft, wie das Unternehmen mitteilte. Die Prognose bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, nicht zuletzt aufgrund der volatilen Entwicklung der Frachtraten und des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten.
China als Schlüsselakteur im Iran-Konflikt
Während Trump in Peking über wirtschaftliche und diplomatische Lösungen verhandelt, zeigt sich der Iran offen für diplomatische Unterstützung durch China. Der iranische Botschafter in China erklärte laut der iranischen Nachrichtenagentur, Peking verschaffe dem Iran diplomatische Tiefe. ‚China kann diese Botschaft auf der Ebene der Großmächte weitergeben‘, sagte er mit Blick auf die iranischen Forderungen zu einem Kriegsende. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konflikts könnte auch die asiatischen Aktienmärkte beflügeln, die trotz der anhaltenden Spannungen im Iran-Krieg derzeit Aufschläge verzeichnen. ‚Mit Blick auf den heutigen Tag ist der Trump-Xi-Gipfel in Peking der dominierende geopolitische Fokus‘, sagte MUFG-Analyst Michael Wan.
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