Bei zwei schweren Erdbeben in Venezuela hat es nach ersten Berichten zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Erschütterungen mit Stärken zwischen 6,9 und 7,5 trafen am Mittwochabend (Ortszeit) unter anderem die Hauptstadt Caracas und mehrere andere Städte. Präsidentin Delcy Rodriguez rief den Notstand aus, mobilisierte Rettungskräfte und ließ Gas- und Stromnetze abschalten. Auch international kamen erste Reaktionen: US-Präsident Donald Trump bot Unterstützung an.
Stärkstes Beben seit einem Jahrhundert
Die beiden Erdbeben ereigneten sich am Mittwochabend gegen 18:05 Uhr Ortszeit (0:05 Uhr deutscher Zeit) und ein zweites knapp eine halbe Stunde später. Die Behörden gaben Stärken von 6,9 bis 7,5 an. Es gibt weltweit etwa 18 Erdbeben dieser Stärke pro Jahr, regelmäßig kommt es dabei zu starken Schäden an Gebäuden – in Venezuela war es das stärkste Beben der letzten 100 Jahre.
Laut erster Berichte stürzten Gebäude in der Hauptstadt Caracas und anderen Städten ein. Die venezolanische Regierung bestätigte, dass es Opfer gab, nannte jedoch keine genauen Zahlen. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, während Krankenhäuser in der Hauptstadt sich auf die Versorgung der Verletzten vorbereiteten.
Notstand, Schulschließungen und Infrastrukturmaßnahmen
Präsidentin Delcy Rodriguez rief den Notstand aus und mobilisierte Rettungskräfte, um die betroffenen Gebiete zu unterstützen. Sie kündigte zudem die Aussetzung des Schulunterrichts und nicht essenzieller Dienstleistungen an, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Gas- und Stromnetze wurden abgeschaltet. Der Flughafen Simón Bolovar wurde aufgrund von Schäden geschlossen.
Reaktion aus den USA
Noch in der Nacht meldete sich US-Präsident Donald Trump zu Wort. „Die beiden schweren Erdbeben, die das großartige Volk von Venezuela gerade getroffen haben, sind von gewaltigem Ausmaß und haben eine verheerende Zahl an Todesopfern gefordert. Die USA sind bereit und in der Lage zu helfen.“ Er habe alle Behörden angewiesen, sich für einen schnellen Einsatz bereitzuhalten. „Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein. Die ersten Berichte sind schlecht“, so Trump. Quellenangabe: dts Nachrichtenagentur.
