Die SPD-Fraktion im Bundestag pocht nach den Vorfällen in Ceuta auf eine konsequente Umsetzung des gemeinsamen europäischen Asylsystems. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sonja Eichwede sieht darin eine entscheidende Maßnahme gegen künftige Fluchtbewegungen.
Europäische Lösung gegen Schleuserkriminalität
Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, sagte der "Rheinischen Post": "Um kommenden Fluchtbewegungen entgegenzuwirken, müssen letztlich rechtliche, operative und kommunikative Maßnahmen eng zusammenwirken. Die konsequente Umsetzung des gerade in Kraft getretenen gemeinsamen europäischen Asylsystems ist dafür entscheidend".
Zu den Ereignissen der vergangenen Tage erklärte sie, die spanische Exklave Ceuta sei Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung geworden. Diese sei als Versuch instrumentalisiert worden, Europa zu spalten.
Laut Eichwede habe es sich um eine offenbar durch Gerüchte und gezielte Falschinformationen gesteuerte Bewegung gehandelt. Dem perfiden und kriminellen Geschäft von Schleusern mit Menschenleben müsse Europa gemeinsam entschlossen entgegentreten.