17.500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen
In Hannover-Misburg haben Kampfmittelräumer am Sonntag zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Wie die Tagesschau und der NDR übereinstimmend berichten, handelte es sich um US-amerikanische Fliegerbomben mit einem Gewicht von 250 und 500 Kilogramm. Die verdächtigen Punkte waren bereits Ende August bei Sondierungsarbeiten für das geplante Quartier Steinbruchsfeld-Ost entdeckt worden.
Evakuierung verzögert Bombenentschärfung
Ab 9 Uhr morgens mussten rund 17.500 Anwohner den Bereich im Radius von einem Kilometer um die Fundstellen verlassen. Gegen 14 Uhr begann die Untersuchung der beiden Verdachtspunkte, doch die Arbeit musste kurz darauf unterbrochen werden, da noch Personen im gesperrten Gebiet entdeckt wurden. Erst nach einer erneuten Überprüfung konnte die Entschärfung fortgesetzt werden. Um 16.25 Uhr meldete die Feuerwehr die erfolgreiche Entschärfung der ersten Bombe, um 17.48 Uhr war auch die zweite unschädlich gemacht.
700 Einsatzkräfte bei Bombenentschärfung im Einsatz
Gut 700 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst waren im Einsatz, darunter viele Ehrenamtliche, wie der Direktor der Feuerwehr Hannover, Christoph Bahlmann, betonte. Betroffene konnten sich in der Sammelstelle IGS Roderbruch im Stadtteil Groß-Buchholz aufhalten, wo knapp 400 Menschen betreut wurden. Kostenlose Busse fuhren von mehreren Haltestellen im Evakuierungsgebiet zur Sammelstelle. 83 Personen benötigten einen Krankentransport, um das gesperrte Gebiet sicher zu verlassen.
Bürgertelefon und Warnsystem im Einsatz bei Evakuierung
Die Stadt Hannover hatte für Fragen ein Bürgertelefon eingerichtet, das laut Feuerwehr etwa 400 Anrufe verzeichnete. Auch der Nahverkehr war von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen, wie der NDR berichtet. Die Leitstelle der Region Hannover hatte bereits um 9 Uhr eine Warnung über das Mobile Warnsystem herausgegeben, wie AOL meldet.