Die Rentenkommission empfiehlt, die Verbeamtung künftig auf klassische hoheitliche Aufgaben wie Polizei und Justiz zu konzentrieren. ESMT-Präsident und Kommissionsmitglied Jörg Rocholl spricht sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich gegen eine weitere Verbeamtung von Lehrkräften aus. Zugleich verweist die Kommission auf das langfristige Ziel einer Erwerbstätigenversicherung, in die möglichst alle Gruppen einbezogen werden. Der Deutsche Lehrerverband reagiert kritisch auf den Vorstoß.
Rentenkommission stellt Beamtenstatus für Lehrer infrage
Präsident der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT Jörg Rocholl, zugleich Mitglied der Rentenkommission, hat ein Ende der Verbeamtung von Lehrkräften gefordert. Die Kommission empfehle, „dass künftig nur noch hoheitliche Aufgaben mit einem Beamtenstatus verbunden seien“, sagte Rocholl den Sendern RTL und ntv. „Bei Lehrern ist das zum Beispiel völlig offen, ob das eine hoheitliche Aufgabe ist. Ich würde eher sagen nein“, so Rocholl weiter gegenüber RTL und ntv.
Auf die Nachfrage der Sender RTL und ntv, ob das bedeute, dass Lehrer künftig nicht mehr verbeamtet werden sollten, antwortete Rocholl: „Genau.“
Langfristiges Zielbild Erwerbstätigenversicherung
Rocholl verwies zugleich darauf, dass die Kommission langfristig eine Erwerbstätigenversicherung als Zielbild sehe, in die möglichst alle Gruppen einbezogen werden. Bei Beamten gebe es zwar „sehr enge verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen“, dennoch sollten laut Rocholl auch für Pensionäre künftige Änderungen stärker berücksichtigt und die Finanzierung der Pensionslasten transparenter gestaltet werden.
Beamtenstatus vor allem für Polizei und Justiz
Die Rentenkommission hat eine deutliche Reduzierung der Verbeamtung empfohlen. Der Beamtenstatus solle vor allem für Bereiche wie Polizei und Justiz vorgesehen werden. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes hat den Vorschlag kritisiert.
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