Die Reformvorschläge der Rentenkommission könnten nach Einschätzung von Kommissionsmitglied Jörg Rocholl zügig umgesetzt werden. Der Präsident der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT zeigte sich mit Blick auf politische Signale aus Regierung und Opposition zuversichtlich und lobte das Konzept als ausgewogenes Gesamtpaket.
Zuversicht nach Signalen aus Politik
Jörg Rocholl, Mitglied der Rentenkommission und Präsident der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT, rechnet mit einer schnellen politischen Umsetzung der Reformvorschläge. „Ich bin nach den heutigen Äußerungen von Herrn Merz und Frau Bas zuversichtlich, dass diese Änderungen sehr schnell kommen werden“, sagte Rocholl den Sendern RTL und ntv.
Einzelne Elemente der Reform benötigten jedoch einen längeren Vorlauf. Besonders die geplante Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sei nicht kurzfristig umsetzbar, machte Rocholl deutlich.
Längerer Vorlauf für einzelne Maßnahmen
„Ich erwarte schon, dass es eine zügige Befassung damit gibt, sodass man auch bald weiß, wann es richtig losgehen kann“, so Rocholl gegenüber RTL und ntv. Bei einigen Maßnahmen werde die Umsetzung erst ab 2031 greifen, andere könnten schneller eingeführt werden.
Zugleich betonte Rocholl die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für die Betroffenen. Es müsse gewährleistet sein, „dass die Menschen, die betroffen sind, entsprechende Planungssicherheit haben“.
"Ausgewogenes Gesamtpaket"
Die Vorschläge der Kommission bezeichnete Rocholl als ausgewogenes Gesamtpaket. Über Monate habe die Kommission „sehr intensiv gerungen um die besten Argumente“ und unterschiedliche Perspektiven einbezogen. „Ich glaube, es ist ein gutes Paket daraus geworden, das in seiner Gesamtheit überzeugen kann“, sagte er den Sendern RTL und ntv.
Die Bundesregierung hatte zuvor verkündet, die Empfehlungen der Kommission in Gänze umsetzen zu wollen.
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