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Freuen sich über das Jubiläum des deutsch-israelischen Jugendaustauschs (von links): Kreisrat Matthias Selle, Dagmar Bahlo (Bürgermeisterin der Stadt Georgsmarienhütte), Martina Möllenkamp (Jugendpflegerin der Stadt Georgsmarienhütte) und Thorsten Schoppmeyer (Kreisjugendpfleger)./Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

Ausstellung „Exchange Visions – 70 Jahre deutsch-israelischer Jugendaustausch“ im Kreishaus Osnabrück eröffnet

von Hasepost 23. Mai 2026

Im Kreishausfoyer des Landkreises Osnabrück wurde jetzt die Wanderausstellung „Exchange Visions – 70 Jahre deutsch-israelischer Jugendaustausch“ eröffnet. Die Ausstellung, die anlässlich des 60. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 2025 von ConAct-Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch neu konzipiert wurde, beleuchtet die Entwicklung deutsch-israelischer Jugendkontakte seit den 1950er-Jahren. Zweisprachig auf Deutsch und Hebräisch gestaltet, vermittelt sie die Bedeutung von Begegnungen, Austausch und persönlichem Engagement für die Annäherung beider Länder.

Widmung für Städtepartnerschaft

Einen besonderen regionalen Akzent erhält die Präsentation im Kreishaus durch eine ergänzende Ausstellungstafel der Stadt Georgsmarienhütte. Diese widmet sich der eigenen deutsch-israelischen Städtepartnerschaft und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie der internationale Austausch auch auf kommunaler Ebene gelebt wird. Die zusätzliche Tafel verdeutlicht, dass die in der Ausstellung dargestellten historischen Entwicklungen bis heute in den Städten und Gemeinden aktiv fortgeführt werden. In seiner Ansprache betonte Kreisrat Matthias Selle: „Die Verbindung von internationaler Perspektive und lokalem Engagement macht diese Ausstellung besonders wertvoll. Die ergänzende Tafel der Stadt Georgsmarienhütte zeigt eindrucksvoll, wie aus großen historischen Linien konkrete Begegnungen und Freundschaften vor Ort entstehen.“ Die Bürgermeisterin der Stadt Georgsmarienhütte, Dagmar Bahlo, betonte die Bedeutung der Städtepartnerschaft: „Unsere Partnerschaft mit Ramat Hasharon lebt vom persönlichen Austausch und vom Engagement vieler Menschen – insbesondere junger Menschen. Die Ausstellung macht deutlich, wie wichtig solche Begegnungen sind, um Verständnis zu fördern, Vorurteile abzubauen und gemeinsame Zukunft zu gestalten.“

Ausstellung verdeutlicht zentrale Meilensteine

Jonas Hahn von ConAct sieht die besondere Bedeutung der Begegnung junger Menschen für die bilateralen Beziehungen: „Der Jugendaustausch ist heute eine zentrale und tragende Säule der deutsch-israelischen Beziehungen. Junge Menschen haben das Verhältnis zwischen beiden Ländern geprägt und in Austauschprojekten, wie dem der Stadt Georgsmarienhütte, werden Ideen und Perspektiven für die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen diskutiert und entwickelt.“ Die Ausstellung führt entlang zentraler Meilensteine durch sieben Jahrzehnte Jugendaustausch und macht deutlich, wie junge Menschen bereits lange vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 Brücken zwischen Deutschland und Israel gebaut haben. Sie zeigt ebenso, wie Austauschprogramme über Generationen hinweg dazu beigetragen haben, Vertrauen zu schaffen und gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Mai im Foyer des Kreishauses zu sehen.

23. Mai 2026 0 Kommentare
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Alexander Dobrindt

Dobrindt will Abschiebungen deutlich ausweiten, Rückkehrzentren außerhalb EU

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat größere Anstrengungen zur Steigerung der Zahl der Abschiebungen angekündigt. Im Fokus stehen nach seinen Aussagen vor allem Straftäter sowie Personen ohne Integrationsbereitschaft und Bleibeperspektive. Zugleich wirbt er für Rückkehrzentren außerhalb der Europäischen Union, um sogenannte Pull-Faktoren zu verringern.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Pläne vorgestellt, um Abschiebungen konsequenter durchzusetzen. „Ich will vor allem Straftäter noch schneller aus unserem Land herausbringen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir werden weiterhin Straftäter nach Verbüßung der Gefängnisstrafe vom Gefängnistor abholen, in Abschiebehaft bringen und zurückführen – auch in Länder wie Syrien und Afghanistan.“

Weniger Abschiebungen, mehr Anreize zur Rückkehr

Zuletzt war die Zahl der Abschiebungen in Deutschland gesunken. Dobrindt führte dies auch darauf zurück, dass „in manchen Ländern im Nahen Osten aktuell nicht zurückgeführt werden kann“. Anders als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte Dobrindt nicht beziffern, wie viele der geflüchteten Syrer in ihre Heimat zurückkehren sollten. Er kündigte allerdings neue Anreize für eine freiwillige Rückkehr von Personen an, „die sich nicht integrieren und keine Bleibeperspektive bekommen können“. Ziel ist es, mehr Menschen zur Rückkehr zu motivieren.
Berichte, wonach im Innenministerium eine Rückkehrprämie von 8.000 Euro geprüft werde, wollte Dobrindt nicht bestätigen. „Es gibt keine Entscheidungen, die bestehenden Rückkehrprogramme zu erweitern“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Eine Bleibeperspektive gebe es für jene Syrer, „die sich in Deutschland integriert haben und Teil der Arbeitswelt geworden sind“.

Streit über Einwanderung in die Sozialsysteme

Dobrindt wandte sich gegen die Einschätzung von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), wonach es keine gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme gebe. „Die Realität in den Sozialsystemen spricht eine andere Sprache“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das deutsche Sozialsystem bleibe für viele Menschen attraktiv und biete „einen hohen Anreiz, nach Deutschland zu kommen“.

Pläne für Rückkehrzentren außerhalb der EU

Um sogenannte „Pull-Faktoren“ zu verringern, dringt Dobrindt auf die Einrichtung von Rückkehrzentren in Ländern außerhalb der Europäischen Union. „In diese Return Hubs können wir Menschen zurückführen, die aus Ländern stammen, mit denen wir keine Rückführungsmöglichkeiten haben“, erläuterte er gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Dieses Verfahren bereiten wir mit Partnerländern wie Dänemark, Niederlande, Österreich und Griechenland in Abstimmung mit der Europäischen Kommission vor.“
Der Minister skizzierte einen Fahrplan für die Rückkehrzentren: „Wir haben auf EU-Ebene dafür jetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Ländern und gehen davon aus, dass wir bis zum Jahresende Vereinbarungen schließen können.“ Zugleich betonte er mit Blick auf die Umsetzung: Der Weg bis zur Eröffnung einer funktionierenden Einrichtung sei aber noch herausfordernd.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Chinesische Flagge

Mindestens 82 Tote bei Gasexplosion in Kohlemine in China

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Bei einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Chinesische Staatsmedien berichteten am Samstag, dass die Rettungsarbeiten weiter andauern und unklar ist, wie viele Personen noch in der Mine eingeschlossen sind. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan. Die Ursache der Explosion wird nach Angaben der Behörden noch untersucht.

Mindestens 82 Tote, hunderte Menschen evakuiert

Bei der Explosion in der Kohlemine in der Provinz Shanxi kamen nach Berichten chinesischer Staatsmedien am Samstag mindestens 82 Menschen ums Leben. Die Rettungskräfte sind weiter im Einsatz, doch ist bislang nicht bekannt, wie viele Bergleute noch unter Tage eingeschlossen sind.
Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan. Bis Samstagmorgen konnten den Angaben zufolge 201 Menschen aus der Mine evakuiert werden. Die Ursache der Explosion wird noch untersucht.

Region mit schwieriger Sicherheitsbilanz

Shanxi gilt als bedeutendes Zentrum der chinesischen Kohleindustrie, die für ihre schlechte Sicherheitsbilanz bekannt ist. In der Vergangenheit kam es in der Region immer wieder zu schweren Unfällen mit zahlreichen Todesopfern.

Xi fordert umfassende Rettung und Untersuchung

Chinas Staatschef Xi Jinping forderte laut chinesischen Staatsmedien eine „umfassende Rettungsaktion“ für die Vermissten und eine „gründliche Untersuchung“ der Ursache des Unglücks.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Franziska Brantner

Grünen-Chefin Brantner fordert europäische nukleare Abschreckungsgemeinschaft

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner fordert eine eigenständige nukleare Abschreckung Europas in Zusammenarbeit mit Frankreich und Großbritannien. Angesichts der aus ihrer Sicht unsicheren Rolle der USA und der politischen Entwicklung um Donald Trump plädiert sie für eine engere europäische Kooperation, lehnt jedoch eine eigene deutsche Atombewaffnung ab.

Brantner fordert europäische nukleare Abschreckung

Die Ko-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, stellt den bisherigen nuklearen Schutz Europas durch die USA infrage und dringt auf eine stärkere europäische Eigenständigkeit. „Der Nuklearschirm der USA stehe zwar seit vielen Jahren verlässlich zur Verfügung, aber die Amerikaner machten seit Jahren klar, dass sie nicht mehr auf Dauer in vollem Umfang für die Sicherheit Europas zur Verfügung stünden“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).
Jetzt komme Donald Trump hinzu, und man müsse damit rechnen, dass seine Launen diese Entwicklung noch verstärken, erklärte Brantner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Deshalb müsse man bei der nuklearen Abschreckung mit den europäischen Atommächten Frankreich und Großbritannien besprechen, „wozu sie bereit wären und was ihre Erwartungen an Deutschland, Polen und andere wichtige Partnerländer wären“, so Brantner laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“.

Abgrenzung von nationaler deutscher Atombombe

Zugleich wandte sich Brantner deutlich gegen Überlegungen, Deutschland könne eigenständig nuklear aufrüsten. „Die Alternative zum amerikanischen Schutzschirm sei nicht die nationale Bombe. Der Nichtverbreitungsvertrag verbiete zusätzliche Nuklearmächte, und das sei auch richtig“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Offen zeigte sich Brantner für ein Angebot des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, in Zukunft französische Atombomber auf dem Boden europäischer Partner zu stationieren. Sie merkte allerdings an, so etwas dürfe nie nur bilateral besprochen werden, „das würde mindestens die Partner im Osten irritieren“. Man müsse immer europäisch handeln, betonte sie gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Ob eine atomare Zusammenarbeit mit Paris und London ein Zweischlüsselsystem enthalten müsse, wie die nukleare Teilhabe mit Amerika, ließ Brantner offen. „Ob es ein Zweischlüsselsystem geben werde oder nicht – eines sei klar: Die Verbündeten erwarteten zu Recht von den Deutschen, dass sie Europa mitdenken, wenn sie sich verteidigungsfähig machten.“ Die Franzosen und die Briten würden sich allerdings wohl kaum in ihre nukleare Souveränität reinreden lassen, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Europäische Verteidigungsunion und innergrüne Debatte

Brantner bettete ihren Vorschlag in den Entwurf einer künftigen gemeinsamen europäischen Verteidigung ein. „Ihr Ziel sei eine Europäische Verteidigungsunion“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das sei viel mehr als der Nuklearschirm, aber ohne diese Dimension verlöre sie Relevanz. Europa brauche eine „Koalition der Mutigen“, die auch Großbritannien und andere Länder außerhalb der EU umfassen könne.
Angesichts der Erfahrungen mit Blockaden durch das Vetorecht in der EU fügte sie hinzu, „das werde nicht mit allen 27 EU-Mitgliedern gehen“. Sie fürchte, dass es nicht gelingen werde, die Einstimmigkeitspflicht in der EU abzuschaffen, so Brantner laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“. Deutschlands Beitrag zu so einer Gemeinschaft würde Brantner zufolge vor allem bei der konventionellen Verteidigung liegen.
Die Grünen-Vorsitzende hofft, dass Frankreich einer solchen Arbeitsteilung auch dann zustimmen würde, wenn im kommenden Jahr das nationalistische Rassemblement National die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte. Paris werde auch in diesem Fall seine Verbündeten durch seine Atomstreitkraft mitschützen, „weil Frankreich dann auch durch Deutschland mitgeschützt wäre“, sagte Brantner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Brantner ging auch auf mögliche Bedenken in ihrer Partei ein. Sie verstehe das, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sie selbst sei mit der Hoffnung auf nukleare Abrüstung groß geworden, aber man befinde sich inzwischen in einem neuen nuklearen Zeitalter. „Das sei zwar ein trauriges historisches Versagen, aber wie alle Parteien hätten auch die Grünen die Verantwortung, sich den Herausforderungen zu stellen, wie sie sind, und nicht, wie wir sie uns wünschen.“ Darin sehe sie ihre zentrale Aufgabe als Vorsitzende der Grünen, erklärte Brantner gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Straßenszene in

Argentinien will haftungsbeschränkte Unternehmen nur aus Künstlicher Intelligenz

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Argentiniens Regierung plant die Einführung von haftungsbeschränkten KI-Unternehmen, die ganz ohne menschliche Beschäftigte auskommen sollen. Entbürokratisierungs-Minister Federico Sturzenegger kündigte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) an, dafür das Firmenrecht grundlegend zu verändern. Zugleich zog er eine positive Bilanz der Deregulierungspolitik von Präsident Javier Milei und verteidigte dessen Kurs gegen Kritik, auch aus dem Ausland.

Neue Rechtsform für Unternehmen aus Künstlicher Intelligenz

Argentinien plant nach den Worten von Federico Sturzenegger, KI-Unternehmen mit beschränkter Haftung zu ermöglichen. „Argentinien plant die Schaffung von KI-Unternehmen mit beschränkter Haftung“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir wollen das Firmenrecht verändern“, sagte er. Ziel sei, Unternehmen, „die keine Menschen beschäftigen und rein aus Künstlicher Intelligenz entstanden sind“, die Möglichkeit zu geben, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung anzumelden.
Auf die Frage, ob diese Entwicklung gefährlich sei, antwortete Sturzenegger der FAS, er hoffe, dass Europa bei seiner skeptischen Haltung bleibe, obwohl doch die Niederländer einst die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erfunden hätten. Denn dann werde Europa „keinerlei KI-Produktion“ haben, Argentinien aber schon. Argentinien werde das erste Land sein, das solche Regeln verabschiede. „Das werden faszinierende Debatten sein, die da auf uns zukommen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Bilanz der Deregulierung unter Milei

Sturzenegger, der sich selbst gegenüber der FAS als „Kettensäge“ von Präsident Javier Milei bezeichnet, zog in dem Gespräch eine Bilanz der bisherigen Deregulierungspolitik. Man habe 15.000 Verpflichtungen abgeschafft, sagte er. Der argentinische Staat werde „niemals wieder ein Haushaltsdefizit haben“. Die Inflation sei von 200 auf 30 Prozent gedrückt worden. Die Armutsquote sei zunächst auf 57 Prozent gestiegen und liege jetzt bei 28 Prozent. In den ersten zwei Jahren von Milei sei die Wirtschaft um zehn Prozent gewachsen – nach 15 Jahren der Stagnation.
Als Beispiel für erfolgreiche Deregulierung nannte Sturzenegger gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ den Mietmarkt. Unter der Vorgängerregierung habe es ein Gesetz gegeben, das alle möglichen Einzelheiten eines Mietvertrages festgelegt habe, darunter das Verbot, die Miete im Laufe eines Jahres anzupassen. In einem Land mit 200 Prozent Inflation habe das dazu geführt, dass Vermieter ihre Wohnungen vom Markt nahmen. Nach der Deregulierung durch Milei seien die Mieten inflationsbereinigt um 30 Prozent gefallen.

Äußerungen zu Korruptionsvorwürfen und zu Deutschland

Zum Vorwurf der Korruption gegen Mileis engen Vertrauten Manuel Adorni sagte Sturzenegger der FAS, das Beste, was sich gegen Korruption tun lasse, sei, die Größe des Staates zu reduzieren. Denn jede staatliche Regulierung biete eine Gelegenheit zur Korruption. Javier Milei selbst sei für ihn „ein Mönch, ein Franziskanermönch“. Er sei völlig uninteressiert an materiellen Dingen und konzentriere sich auf Argentinien.
Auf die Frage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, ob Deutschland von Argentinien lernen könne, antwortete Sturzenegger, man solle „nicht ernsthaft einen Argentinier nach ökonomischen Ratschlägen fragen“. Man frage „ausgerechnet das Land, das für lange Zeit der schlechteste Schüler in der ganzen Klasse gewesen sei“. Nur deswegen habe man sich ja für die radikale Veränderung entschieden.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Union Berlin

Bundesliga-Klubs drängen auf Reform der 50+1-Regel

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Mehrere Bundesligisten dringen auf eine Reform der 50+1-Regel und stellen deren Eignung für den internationalen Wettbewerb infrage. Laut „Welt am Sonntag“ verweisen sie auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und fordern eine grundlegende Überprüfung der bestehenden Vorgaben. Andere Traditionsvereine wie Köln, Dortmund und Stuttgart sprechen sich hingegen klar gegen Änderungen aus.

Umfrage unter Bundesligisten zur 50+1-Regel

Mehrere Clubs der 1. und 2. Bundesliga fordern eine Reform der umstrittenen 50+1-Regel. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Umfrage unter allen 36 Clubs der beiden höchsten deutschen Spielklassen, an der 18 Vereine teilnahmen.
Klaus Filbry

Leverkusen stellt Grundlogik der Regel infrage

Noch offensiver argumentiert Bayer Leverkusen und stellt die Grundlogik der Regel offen infrage. Der Werksklub teilte laut „Welt am Sonntag“ mit, in ihrer ursprünglichen Form und Intention sei die 50+1-Regel überholt, denn alle betreffenden Vereine agierten heute wie Wirtschaftsunternehmen. Gäbe es die Regel nicht, wären die Investitionen in die Liga von außen in den vergangenen Jahren weit höher gewesen, als es heute tatsächlich der Fall sei.
Um die Fußballkultur zu schützen, sei nach Ansicht von Bayer Leverkusen nicht zwingend eine Mehrheit der Stimmrechte des Vereins nötig. Selbst wenn dieser nicht die Mehrheit der Anteile halte, könne man ihm unverrückbare Rechte bezüglich wichtiger Fanthemen wie Name des Clubs, Vereinsfarben und Ticketpreise einräumen.

Unterschiedliche Haltungen in der Liga

Der VfL Wolfsburg wies laut „Welt am Sonntag“ darauf hin, dass die Vereine im Rahmen ihrer Autonomie völlig frei seien, den bisherigen Weg beizubehalten oder den Einstieg eines Investors zuzulassen – selbst bei einem Entfall der 50+1-Regel. Andere Clubs wie Köln, Dortmund und Stuttgart wollen derweil keine Veränderung an der bestehenden Regel.
Die Verhandlungen der Deutschen Fußball Liga mit dem Bundeskartellamt über Nachbesserungen bei der 50+1-Regel laufen nach Angaben der „Welt am Sonntag“ weiter.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Blitzer, Radarfalle, Anhänger, Osnabrück

Blitzer und Radarkontrollen in Osnabrück am Samstag, 23. Mai 2026

von Redaktion HASEPOST.de 23. Mai 2026

Heute, am 23.05.2026, schlagen in Osnabrück wieder die Blitzer zu – gemeldet von aufmerksamen Leser der HASEPOST. Wer genau hinschaut, entdeckt die Radarfallen an den üblichen Hotspots.

Blitzerstandorte und Geschwindigkeitskontrollen heute in Osnabrück:

  • Osnabrück, Birkenallee
  • Osnabrück, Kurt-Schumacher-Damm

Die genauen Standorte der Geschwindigkeitskontrollen in Osnabrück werden täglich angepasst. Mobile Blitzgeräte sind an wechselnden Punkten im Einsatz, ohne dass eine vorherige Ankündigung erfolgt. Die Angaben sind daher unverbindlich.

Wenn Sie im Stadtgebiet Osnabrück einen mobilen „Blitzer“ entdecken, schicken Sie uns einfach eine kurze Info per Mail an blitzer@hasepost.de.
Am besten mit genauer Ortsangabe (Straße + Richtung) und, wenn möglich, mit Uhrzeit. Ein Foto ist nicht notwendig, aber hilfreich. Wir prüfen jede Einsendung redaktionell, bevor sie online geht oder bei HASERADIO gesendet wird.

Warum wir über Geschwindigkeitskontrollen informieren.

Hier finden Sie die aktuellen Blitzer-Standorte für den Landkreis Osnabrück.

Angaben aktualisiert am 23.05.2026 um 23:30.

23. Mai 2026 0 Kommentare
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Enteignen-Schild (Archiv)

Gregor Gysi kritisiert Vergesellschaftungspläne, fordert verstärkten Wohnungsbau

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Linken-Politiker Gregor Gysi stellt die Vergesellschaftungspläne der Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp infrage. Zwar erkenne er das Ergebnis des Volksentscheids zur Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen an, warnt aber, dass damit das Wohnraummangel-Problem nicht gelöst werde. Entscheidend sei aus seiner Sicht vor allem der zusätzliche Bau von Wohnungen.

Gysi: Vergesellschaftung allein löst Wohnraummangel nicht

Gregor Gysi stellt die von der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp verfolgten Vergesellschaftungspläne zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Berlin in Frage. „Es reicht nicht, wir müssen auch zusätzlich Wohnungen bauen“, sagte der Linken-Politiker dem Portal Politico (Quelle: Politico).
„Meine Hauptsorge ist, dass wir genügend Wohnungen brauchen“, sagte Gysi laut Politico. Zwar verwies er darauf, dass sich beim Volksentscheid 57 Prozent für die Vergesellschaftung großer privater Wohnungsgesellschaften ausgesprochen hätten. Das Grundproblem bleibe aus seiner Sicht aber bestehen. „Dann haben wir ja auch nicht mehr Wohnungen“, sagte Gysi (Quelle: Politico).

Vergesellschaftung, Mieten und Bürokratie

Vergesellschaftung könne nach Einschätzung von Gysi helfen, Mieten zu senken und mehr Einfluss auf den Wohnungsmarkt zu bekommen. Dafür brauche es jedoch schnellere Verfahren. „Dazu müssen wir, es gibt ja auch private Investoren, entbürokratisieren“, sagte er dem Portal Politico (Quelle: Politico).
Das Hauptanliegen der Partei bleibe nach Gysis Worten, Berlin bezahlbar zu machen. „Jeder Mensch hat einen Anspruch, dass er für sich selbst bezahlbar angemessen wohnen kann. Und das können wir nicht gewährleisten zurzeit“, so Gysi gegenüber Politico (Quelle: Politico).

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Olaf Scholz

Olaf Scholz führt neue Kommission zur Zukunft der Entwicklungspolitik

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

Der frühere SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz soll eine neue Kommission zur Zukunft der Entwicklungspolitik leiten. Das Gremium mit rund 20 Mitgliedern aus Ländern des Globalen Südens und des Nordens geht auf eine Vereinbarung von Union und SPD im Koalitionsvertrag zurück und soll Ende Juni in Hamburg offiziell vorgestellt werden.

Scholz soll Vorsitz übernehmen

Der ehemalige SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz soll die Leitung einer Kommission zur Zukunft der Entwicklungspolitik übernehmen. Das berichtet der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf „Regierungskreise“. Zwar müssten die letzten Details zur genauen Aufgabenbeschreibung und Zusammensetzung noch geklärt werden, die Personalie Scholz sei jedoch gesetzt, heißt es in dem Bericht.

Gremium mit internationaler Besetzung

Das Gremium, dem Scholz vorstehen soll, wird etwa 20 Mitglieder aus Ländern des Globalen Südens wie des Nordens haben. Als Vorbild dient eine entsprechende Gruppe, die der frühere Bundeskanzler Willy Brandt Ende der siebziger Jahre leitete.

Vereinbarung im Koalitionsvertrag

Die neue Kommission geht auf eine Vereinbarung von Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zurück, um „die bilateralen Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens intensivieren“ zu können. Offiziell präsentiert werden sollen Scholz und sein Team auf einer Nachhaltigkeitskonferenz Ende Juni in seiner Heimatstadt Hamburg.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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Menschen warten

Deutschland verzeichnet neuen Einbürgerungsrekord – weiterer Anstieg erwartet

von Hasepost Redaktion 23. Mai 2026

In Deutschland deutet sich ein neuer Einbürgerungsrekord an: Mindestens 309.852 Menschen haben im vergangenen Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Die Zahl liegt damit über dem bisherigen bundesweiten Rekordwert von 291.955 Einbürgerungen im Jahr 2024. Nach Angaben aus 14 Bundesländern stammen die Daten überwiegend aus offiziellen Mitteilungen oder Auskünften auf Anfrage, teilweise handelt es sich noch um vorläufige Werte.

Neue Höchststände trotz lückenhafter Datenlage

Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ wurden im vergangenen Jahr mindestens 309.852 Menschen eingebürgert. Die Zahlen basieren auf Daten aus 14 Bundesländern, die entweder auf Anfrage übermittelt oder bereits selbst veröffentlicht wurden. Damit übersteigt die Zahl der Einbürgerungen den bundesweiten Rekordwert von 291.955 im Jahr 2024.
Noch liegen keine Angaben aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vor. Auch aus Niedersachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein wurden bislang keine Gesamtzahlen gemeldet. Nach Angaben der „Welt am Sonntag“ haben jedoch fast alle Städte und Kreise in diesen Ländern ihre Einbürgerungsdaten auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Teilweise handelt es sich bei den gemeldeten Werten noch um vorläufige Zahlen.

Sinkende Anträge, Vorbereitung auf neuen „Einbürgerungsboom“

Mehrere Kommunen berichten laut „Welt am Sonntag“, dass sie derzeit rückläufige Antragszahlen verzeichnen. Gleichzeitig bereiten sie sich jedoch bereits auf einen möglichen neuen „Einbürgerungsboom“ vor. Hintergrund sind Erwartungen in mehreren Behörden, dass im kommenden Jahr zunehmend Ukrainer die deutsche Staatsangehörigkeit anstreben dürften.
„Da die erste große Fluchtwelle mit dem Beginn des Ukraine-Konflikts am 24.02.2022 einsetzte, erreichen die ersten Geflüchteten die notwendige fünfjährige Voraufenthaltszeit im Frühjahr 2027“, sagte ein Sprecher des Landkreises Aurich der Zeitung. Im März 2027 laufe der bislang gewährte kollektive Schutzstatus aus. Um Rechtssicherheit zu erlangen, nutzten dann vermutlich viele Geflüchtete die verkürzte Fünfjahresfrist zur Einbürgerung, die durch die neue Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft zusätzlich an Attraktivität gewonnen habe.

Strukturelle Vorteile und uneinheitliche Einschätzungen

Im Vergleich zu den Geflüchteten der Jahre 2015/2016 profitieren Ukrainer nach Angaben der befragten Behörden von erheblichen strukturellen Vorteilen. Dank des sofortigen Arbeitsmarktzugangs könnten viele die geforderte eigenständige Lebensunterhaltssicherung deutlich schneller nachweisen. Zudem entfielen langwierige Asylverfahren und Identitätsprüfungen. Es werde deshalb mit einem erneuten sprunghaften Anstieg der Antragszahlen gerechnet.
Andere Kommunen gehen laut „Welt am Sonntag“ ebenfalls von steigenden Antragszahlen aus, betonen aber zugleich, dass für Ukrainer aus dem aktuellen Schutzstatus heraus kein Rechtsanspruch auf Einbürgerung bestehe. Wie die Abfrage der Zeitung zeigt, bestehen zum Teil unterschiedliche Auffassungen darüber, wie mit ukrainischen Flüchtlingen umzugehen ist, die den deutschen Pass anstreben.

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23. Mai 2026 0 Kommentare
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