Mehrere Bundesligisten dringen auf eine Reform der 50+1-Regel und stellen deren Eignung für den internationalen Wettbewerb infrage. Laut „Welt am Sonntag“ verweisen sie auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und fordern eine grundlegende Überprüfung der bestehenden Vorgaben. Andere Traditionsvereine wie Köln, Dortmund und Stuttgart sprechen sich hingegen klar gegen Änderungen aus.
Umfrage unter Bundesligisten zur 50+1-Regel
Mehrere Clubs der 1. und 2. Bundesliga fordern eine Reform der umstrittenen 50+1-Regel. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Umfrage unter allen 36 Clubs der beiden höchsten deutschen Spielklassen, an der 18 Vereine teilnahmen.
Klaus Filbry
Leverkusen stellt Grundlogik der Regel infrage
Noch offensiver argumentiert Bayer Leverkusen und stellt die Grundlogik der Regel offen infrage. Der Werksklub teilte laut „Welt am Sonntag“ mit, in ihrer ursprünglichen Form und Intention sei die 50+1-Regel überholt, denn alle betreffenden Vereine agierten heute wie Wirtschaftsunternehmen. Gäbe es die Regel nicht, wären die Investitionen in die Liga von außen in den vergangenen Jahren weit höher gewesen, als es heute tatsächlich der Fall sei.
Um die Fußballkultur zu schützen, sei nach Ansicht von Bayer Leverkusen nicht zwingend eine Mehrheit der Stimmrechte des Vereins nötig. Selbst wenn dieser nicht die Mehrheit der Anteile halte, könne man ihm unverrückbare Rechte bezüglich wichtiger Fanthemen wie Name des Clubs, Vereinsfarben und Ticketpreise einräumen.
Unterschiedliche Haltungen in der Liga
Der VfL Wolfsburg wies laut „Welt am Sonntag“ darauf hin, dass die Vereine im Rahmen ihrer Autonomie völlig frei seien, den bisherigen Weg beizubehalten oder den Einstieg eines Investors zuzulassen – selbst bei einem Entfall der 50+1-Regel. Andere Clubs wie Köln, Dortmund und Stuttgart wollen derweil keine Veränderung an der bestehenden Regel.
Die Verhandlungen der Deutschen Fußball Liga mit dem Bundeskartellamt über Nachbesserungen bei der 50+1-Regel laufen nach Angaben der „Welt am Sonntag“ weiter.
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