Der Dax ist am Montag mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Belastet wird der Markt nach Einschätzung von Experten vor allem durch die anhaltende Eskalation im Mittleren Osten und einen wieder anziehenden Ölpreis. Anleger reagierten am Morgen vorsichtiger und trennten sich verstärkt von Risikoanlagen.
Zum Auftakt des Börsentags wurde der deutsche Leitindex gegen 9:30 Uhr mit rund 25.050 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste standen Scout24, die Deutsche Telekom und FMC, während Infineon, Hochtief und Heidelberg Materials zu den größten Verlierern zählten.
Belastungsfaktor Mittlerer Osten
„Alle Hoffnungen auf ein schnelles Ende der neuen Eskalation im Mittleren Osten haben sich über das Wochenende zerschlagen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Die Gespräche sind zumindest vorerst gescheitert. Die gegenseitigen Angriffe gehen weiter“, so Altmann weiter.
Der anziehende Ölpreis gilt dabei als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. „Mit dem steigenden Ölpreis wächst einmal mehr die Angst vor einer neuen Inflationswelle und lässt die Renditen steigen“, sagte Altmann von QC Partners.
Anleger meiden Risikoanlagen
Gleichzeitig würden Anleger vorsichtiger und stießen in Risikoassets wie Aktien und den Bitcoin ab. „Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios“, sagte Altmann von QC Partners.
Auch auf die technische Entwicklung des Leitindex blickt der Marktbeobachter. „Bereits während der letzten Handelstage haben sich Bullen und Bären beim Dax einen erbitterten Kampf um die runde und psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten geliefert. Heute dürften die Bären hier zumindest einen Etappensieg erringen“, sagte Altmann von QC Partners.
