Kronprinzessin darf nach Lungentransplantation nach Hause, Sohn kommt aus Haft.
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit ist nach einer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wie der norwegische Palast mitteilte, sei ihr Gesundheitszustand „gut, den Umständen entsprechend“, zitiert der Spiegel einen ihrer behandelnden Ärzte. Die 52-Jährige hatte Mitte Juni eine Spenderlunge erhalten, nachdem sich ihr Zustand aufgrund einer seltenen Lungenfibrose stark verschlechtert hatte. In einer Stellungnahme bedankte sich Mette-Marit bei Organspendern und dem Krankenhauspersonal für die Unterstützung während ihrer Krankheit. Erste Bilder nach der Operation zeigten sie lächelnd neben ihrem Ehemann Kronprinz Haakon, der sich „ungeheuer erleichtert“ über ihre Rückkehr zeigte.
Sohn von Mette-Marit darf Haft verlassen
Gleichzeitig darf auch ihr ältester Sohn, Marius Borg Høiby, die Untersuchungshaft verlassen. Ein Gericht in Oslo entschied, dass der 29-Jährige seine Haft für vier Wochen mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest verbringen darf, wie die Welt und der Spiegel berichten. Høiby war im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden, unter anderem wegen zweifacher Vergewaltigung und Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da er Berufung eingelegt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verlängerung der Untersuchungshaft gefordert und kündigte bereits Beschwerde gegen die Entscheidung an, wie der Spiegel unter Berufung auf die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ und den Rundfunk NRK meldet.
Anwalt zufrieden mit Freilassungsurteil
Høibys Anwalt Petar Sekulic zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. Sein Mandant könne mit der Entscheidung leben, sagte er laut Welt. Høiby hatte zuvor mehrfach die Freilassung beantragt, um Zeit mit seiner schwer kranken Mutter verbringen zu können. Medienberichten zufolge wird er den Hausarrest auf dem Familienanwesen Skaugum verbüßen, wo auch Mette-Marit lebt. Ob er bis zu einem möglichen Berufungsprozess im nächsten Jahr in Hausarrest bleibt oder wieder in Haft muss, ist noch unklar.
Kronprinzessin überlebte dank Lungentransplantation
Die Kronprinzessin hatte in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Seit 2018 litt sie an einer unheilbaren Lungenfibrose, die zu Atemnot führte. Zuletzt musste sie bei öffentlichen Auftritten ein mobiles Sauerstoffgerät nutzen. Die Lungentransplantation im Juni war ein entscheidender Schritt in ihrer Behandlung.
Staatsanwaltschaft warnt vor neuer Gefahr
Während Mette-Marit sich nun zu Hause erholt, bleibt die rechtliche Situation ihres Sohnes weiter ungewiss. Die Staatsanwaltschaft argumentiert mit der Gefahr weiterer Straftaten, da Høiby bereits mehrfach gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben soll. Die Polizei sah in der Vergangenheit eine hohe Wiederholungsgefahr, wie die Welt berichtet. Ob die Beschwerde der Staatsanwaltschaft erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.
