Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll sich nach Angaben von Funke-Verlegerin Julia Becker in der Vergangenheit über ein Foto beschwert haben, das ihn beim Weihnachtsbaumschlagen im Sauerland zeigt. Becker schilderte in einem Podcast von „Bild“-Vizechef Paul Ronzheimer, dass ihr vorgeworfen worden sei, Merz werde aus strategischen Gründen unsympathisch dargestellt.
Beschwerde über Foto in Funke-Zeitung
Funke-Verlegerin Julia Becker berichtete, es habe einen Austausch über das betreffende Bild gegeben. „Es gab so einen Austausch, wo ich dachte, ich bin nicht die richtige Ansprechpartnerin“, sagte Becker im Podcast des stellvertretenden „Bild“-Chefs Paul Ronzheimer, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Dabei ließ sie offen, ob Bundeskanzler Friedrich Merz sie persönlich wegen des Fotos kontaktierte oder jemand aus seinem direkten Umfeld – wobei sie Ersteres auf Nachfrage zumindest auch nicht bestreitet.
Nach Beckers Schilderung sei ihr vorgeworfen worden, Merz aus strategischen Gründen unsympathisch zu zeigen. Es sei die Kritik geäußert worden, dass Fotos „von einer bestimmten Person“ „grundsätzlich schlecht seien“, und man habe ihr zu verstehen gegeben: „Ich weiß schon, warum Sie`s machen“.
Foto beim Weihnachtsbaumschlagen im Sauerland
Offenbar ging es bei der Beschwerde um ein Foto, das in der „Westfalenpost“ erschien, die zur Funke-Gruppe gehört. Becker sagte, sie finde, dass Merz darauf „eine wunderbare Figur“ macht. „Ich kann auch nichts dafür, wenn Herr Merz beim Weihnachtsbaumschlagen für sein Gefühl angestrengt aussah“, so die Verlegerin im Gespräch mit Ronzheimer.
Bei solchen Beschwerden verweise sie nach eigenen Angaben grundsätzlich an die zuständige Redaktion. „Ich bin nicht die richtige Ansprechpartnerin für Fotos, die nicht auf Begeisterung stoßen“, betonte Becker in dem Podcast des stellvertretenden „Bild“-Chefs.
