Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) besucht am kommenden Dienstag die SPD-Bundestagsfraktion und setzt damit nach Darstellung der SPD-Fraktionsführung ein Signal für die weitere Zusammenarbeit in der Koalition. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese verweist dabei auf eine politische Tradition aus dem Sauerland und wirbt für einen lösungsorientierten Umgang trotz unterschiedlicher Positionen.
Signal für Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese knüpft den angekündigten Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in der SPD-Bundestagsfraktion an eine politische Kultur seiner Heimatregion. Wiese sagte der „Rheinischen Post“: „Ich halte es mit der Weisheit eines alten sozialdemokratischen Fahrensmannes aus dem Sauerland: Man muss in der Sache manchmal auch hart miteinander ringen, aber immer lösungsorientiert – und am Ende des Tages gemeinsam ein Bier an der Theke trinken können.“
Wiese bezeichnete es als „sehr positives Signal für die weitere Zusammenarbeit in dieser Koalition“, dass der Kanzler in die Fraktionssitzung komme, wie die „Rheinische Post“ berichtete. „Die letzten Wochen waren für uns als Koalition nicht einfach und wir müssen wieder gemeinsam in die Spur finden. Und zeigen, dass wir die vor uns liegenden innen- und außenpolitischen Herausforderungen zusammen und entschlossen gestemmt bekommen“, sagte Wiese der Zeitung.
Politische Rivalität im Hochsauerlandkreis
Wiese und Merz haben bei der Bundestagswahl 2025 beide im Hochsauerlandkreis kandidiert. Merz gewann dabei das Direktmandat gegen Wiese.
Kein Gegenbesuch geplant
Aus der Unionsfraktion wurde unterdessen zurückhaltend auf die Frage nach einem Besuch aus den Reihen der SPD reagiert. Ein Sprecher der Unionsfraktion sagte der „Rheinischen Post“, ein Gegenbesuch von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sei „aktuell“ nicht geplant.
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