FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert nach dem mutmaßlich von Russland gesteuerten Vorfall am Leipziger Flughafen eine klare diplomatische Antwort. Gleichzeitig übt er scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Forderung nach diplomatischer Konsequenz
Ein vernünftiger Mensch würde jetzt den russischen Botschafter einbestellen, ihm mitteilen: "Ein vernünftiger Mensch würde jetzt den russischen Botschafter einbestellen, ihm mitteilen: Bisher haben wir Taurus nicht geliefert, aber sollte das fortfahren mit der hybriden Bedrohung von Deutschland, dann werden wir alles dafür tun, dass die Ukraine die Waffen bekommt, die sie brauchen, um sich gegen Russland massiv zu wehren", sagte Kubicki am Montag im Sender ntv.
Kubicki kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen Reaktion auf den Vorfall. Merz hatte zuvor mit Blick auf die mutmaßlichen Urheber erklärt, sie "werden dafür bezahlen".
Vorwürfe gegen Merz
Sollte Russland hinter den Drohnenangriffen stecken, "muss es eine harte diplomatische Antwort geben", so Kubicki. Das eigentliche Problem sei jedoch, "dass wir einen Kanzler haben, der auf dem diplomatischen Parkett genauso erratisch und unbeholfen reagiert wie in der Innenpolitik". Man wisse bei Merz nie, wie es ausgehe: "Zwischen Verharmlosung und Überreaktion ist alles denkbar."
Bei allen vergleichbaren Zwischenfällen der Geschichte sei "ein ausgewogenes und rationales Handeln notwendig" gewesen. Dazu sei Merz nicht in der Lage, sagte Kubicki. Er warnte abschließend: "Wer die Eskalationsleiter raufsteigt, muss auch wissen, wie er wieder runterkommt. Ich sehe nicht, dass Friedrich Merz das weiß."