Der Deutschlandchef des Panzerbauers KNDS, Florian Hohenwarter, sieht hybride Bedrohungen für die deutsche Wirtschaft. Deutschland müsse sich stärker auf solche Gefahren einstellen. Er äußert sich auch zu Börsengang und Staatseinstieg.
Warnung vor hybriden Angriffen
Hohenwarter betont in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“, dass „Ganz Deutschland wird ausgespäht“. „Uns als Gesellschaft muss endlich bewusst werden, dass wir uns in einer kritischen Situation befinden.“
Börsengang und Staatseinstieg im Fokus
Im Juli 2026 war der Börsengang von KNDS abgesagt worden, weil die Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens ihre Anteile unter den aktuellen Marktbedingungen nicht verkaufen wollten. Hohenwarter bleibt dennoch überzeugt: „Ich bin weiter überzeugt, dass wir an die Börse gehen werden, mit Deutschland als Ankeraktionär neben Frankreich“.
Ein Einstieg des deutschen Staates bringe laut Hohenwarter Vorteile mit sich: „Manche strategischen Diskussionen muss ich anders führen, wenn ich rein privatwirtschaftlich organisiert bin“. In Berliner Kreisen war zuvor diskutiert worden, ob sich der Staat wie Frankreich mit 50 Prozent an KNDS beteiligen könnte. Diese Option hält Hohenwarter jedoch für unwahrscheinlich.