Die US-Börsen zeigten am Donnerstag keine klare Richtung. Während der Dow Jones leicht im Minus schloss, stiegen Öl- und Anleiherenditen deutlich an. Die Sorge vor steigender Inflation wächst.
Börsen ohne klare Tendenz
Der Dow Jones Industrial Average beendete den Handelstag bei 51.350 Punkten, ein Minus von 0,3 Prozent. Der Nasdaq-100 mit den 100 wichtigsten Technologiewerten schloss dagegen mit einem hauchdünnen Plus von 0,03 Prozent bei 30.479 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 verlor minimal 0,03 Prozent und notierte bei 7.704 Punkten.
Ölpreis und Inflationserwartungen treiben Märkte
Für Sorgen sorgte der stark gestiegene Ölpreis: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 107,60 US-Dollar – ein Anstieg von 4,3 Prozent gegenüber dem Vortag.
Viele Anleger haben die Hoffnung aufgegeben, dass es kurzfristig zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran über die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus kommt. Dementsprechend wird mit steigenden Energiepreisen und damit verbundener Inflation gerechnet. Die Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen kletterte auf den höchsten Stand seit 22 Jahren.
Devisen und Edelmetalle
Die europäische Gemeinschaftswährung gab leicht nach: Ein Euro kostete 1,1377 US-Dollar, ein US-Dollar war für 0,8790 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer. Am Abend wurden für eine Feinunze 4.272 US-Dollar gezahlt, ein Rückgang von 0,4 Prozent. Das entspricht einem Preis von 120,73 Euro pro Gramm.