Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht Handlungsbedarf nach der Einladung des russischen Finanzministers zum G20-Gipfel. Er lehnt eine Normalisierung der Beziehungen ab und fordert Konsequenzen für Deutschlands Partnerschaften.
Keine Normalisierung mit Russland
„Natürlich sind es irritierende Signale, die hier auf dem G20-Gipfel stattfinden, die wir auch nicht unkommentiert lassen sollten“, sagte Klingbeil am Dienstag im RTL-„Nachtjournal Spezial“.
Er habe deutlich gemacht: „dass es diese Normalisierung nicht geben darf und dass ich das für mich auch so nicht akzeptiere.“
Konsequenzen für Partnerschaften
Deutschland müsse aus der aktuellen Lage Konsequenzen ziehen. Statt „die ganze Zeit traurig zu sein, dass das mit den USA gerade nicht so gut läuft“ solle man sagen: „Dann ziehen wir unsere Konsequenz daraus und arbeiten an anderen Partnerschaften und sorgen dafür, dass Deutschland und Europa stärker werden.“
Es gebe „wahnsinnig viele Länder, die mit uns enger zusammenarbeiten wollen“, etwa Kanada und Indien. „Die Stärke in Europa ist ein unfassbarer Wert“.
Dialog mit den USA bleibt wichtig
Die Partnerschaft mit den USA wolle er dennoch nicht aufgeben: „Man muss die Gespräche suchen und immer wieder im Dialog sein“.
Auch in den USA gebe es noch immer viele Menschen, die mit Deutschland zusammenarbeiten wollen.