Ermittler decken mutmaßlich illegale Produktion auf – Verdacht auf Steuerhinterziehung
Bei einer großangelegten Razzia in Nordrhein-Westfalen haben Zollfahnder eine mutmaßlich illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Wie der WDR berichtet, wurden dabei 21 Personen festgenommen und zahlreiche Beweise sichergestellt. Die Produktionsstätte soll sich nach Recherchen des Senders in einer Halle in einem Gewerbegebiet in Haan befinden. Zoll und Staatsanwaltschaft bestätigten die Festnahmen, nannten den genauen Standort jedoch zunächst nicht. Tag24 und andere Medien berichten übereinstimmend von einer versteckten Fabrik, in der eine Bande im großen Stil Zigaretten hergestellt haben soll. Die Ware sei anschließend in gefälschte Markenverpackungen abgefüllt und unversteuert auf dem Schwarzmarkt verkauft worden.
Steuerhinterziehung durch illegale Zigarettenproduktion
Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen laufen bereits seit Mai 2026, wie sowohl der WDR als auch tag24 und blaulichtmyk.de übereinstimmend melden. Den Behörden zufolge besteht der Verdacht der Steuerhinterziehung und Hehlerei. Die Gruppe soll über Monate hinweg Zigaretten produziert haben, ohne die dafür fälligen Steuern zu entrichten. Wie viele Zigaretten insgesamt hergestellt wurden und wie hoch der entstandene Steuerschaden ist, bleibt vorerst unklar.
Großangelegter Einsatz von Zoll und Spezialkräften
An der Aktion waren Zollkräfte aus mehreren nordrhein-westfälischen Städten beteiligt, darunter Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Köln und Münster. Unterstützung kam zudem von Beamten aus Berlin und Hannover sowie Spezialkräften des Zollkriminalamts und der Bundespolizei, wie tag24 und blaulichtmyk.de berichten. Das Technische Hilfswerk war ebenfalls im Einsatz.
Professionelle Anlagen in illegaler Zigarettenfabrik
Fotos aus der durchsuchten Halle zeigen professionell eingerichtete Produktionsanlagen mit Maschinen zur Zigarettenherstellung, großen Mengen geschnittenen Tabaks sowie Kartons und Paletten für den Weitertransport. Die Auswertung der sichergestellten Beweise läuft derzeit auf Hochtouren, um weitere Erkenntnisse über die mutmaßliche Tätergruppe und deren Vertriebswege zu gewinnen.
Ermittlungen in Haan oder doch woanders
Während der WDR den Standort der Fabrik konkret in Haan verortet, geben andere Quellen wie tag24 und t-online.de den genauen Ort nicht preis. Die Ermittlungen werden von der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten NRW (ZeOS NRW) bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geleitet, wie blaulichtmyk.de berichtet.