Israels Sicherheitsbehörden verzeichnen nach eigenen Angaben eine drastische Zunahme iranischer Cyberangriffe. Besonders seit den US-israelischen Luftangriffen 2026 habe sich die Zahl der digitalen Attacken im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht, wie der Generaldirektor des Nationalen Cyberabwehrzentrums, Yossi Karadi, der „Welt“ sagte.
Verdreifachte Zahl von Cyberattacken
Die Menge der digitalen Angriffe im Krieg dieses Jahres habe sich gegenüber jenem 2025 in etwa verdreifacht, sagte Yossi Karadi, Generaldirektor des Nationalen Cyberabwehrzentrums, der „Welt“. Seine Behörde habe während der US-israelischen Luftangriffe 2026 etwa 4.800 Cybervorfälle und feindselige Online-Aktivitäten registriert, so Karadi weiter in dem Bericht der „Welt“. Im Krieg gegen den Iran im vorigen Jahr seien demnach nur etwa 1.600 Operationen dieser Art gemeldet worden.
Schutz kritischer Infrastruktur
„Bis jetzt – und hoffentlich bleibt es so – ist es uns gelungen, Angriffe auf die kritische Infrastruktur abzuwehren“, sagte Karadi der „Welt“. Um dennoch sichtbare Erfolge vorweisen zu können, habe sich der Iran nach seinen Angaben bei späteren Angriffswellen gegen leichtere Ziele gewendet. Anwaltskanzleien, Buchhaltungsfirmen und kleinere Unternehmen in Israel seien häufiger attackiert worden, heißt es in dem Bericht der „Welt“.
Oft wurden seinen Angaben zufolge dabei Datenbanken gelöscht. Dabei setze der Iran sowohl Spezialisten der eigenen Sicherheitskräfte und der Revolutionsgarden ein, als auch digital versierte Aktivisten und kriminelle Gruppen, zum Teil aus dem Ausland, sagte Karadi der „Welt“.
