Zehntausende bei rechtsextremer und propalästinensischer Demo in London erwartet.
In London hat die Polizei am Samstag einen Großeinsatz gestartet, um zwei rivalisierende Demonstrationen zu begleiten. Die Metropolitan Police setzte rund 4000 Beamte ein, unterstützt von Pferden, Hunden, Drohnen und Hubschraubern. Die Kosten für den Einsatz wurden auf etwa 4,5 Millionen Pfund (rund fünf Millionen Euro) geschätzt, wie der Guardian berichtet. Die Polizei verfolgte eine „Null-Toleranz-Strategie“, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern. Die Demonstrationen fanden parallel zu einem Fußball-Pokalfinale statt, was die Situation zusätzlich verkomplizierte. Die Behörden hatten strikte Routen und Zeitpläne für die beiden Kundgebungen festgelegt, um Zusammenstöße zu vermeiden. Premierminister Keir Starmer hatte im Vorfeld gewarnt, dass jeder, der Chaos anrichte, mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen müsse.
Polizei warnt vor antisemitischen Parolen
Die Polizei hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie Teilnehmer festnehmen würde, sollten diese „Globalisiert die Intifada“ skandieren. Dies ist ein Verweis auf die palästinensischen Aufstände gegen Israel. Viele britische Juden werten den Slogan als Aufstachelung zum Antisemitismus. Einige Demonstranten riefen am Samstag „Tod der IDF“ und meinten damit die israelische Armee. Die propalästinensische Demonstration erinnerte an die Vertreibung von Palästinensern infolge der Staatsgründung Israels 1948. Die Teilnehmer versammelten sich im Stadtteil Kensington. Die Polizei wollte verhindern, dass die beiden rivalisierenden Gruppen aufeinandertreffen.
Rechtsextreme Demo mit umstrittenem Organisator erwartet
Die Polizei rechnete mit bis zu 50.000 Teilnehmern, wie die Welt berichtet. Robinson ist eine umstrittene Figur mit einer langen Geschichte von Verurteilungen, darunter Angriffe auf Polizeibeamte und Missachtung des Gerichts. Die britische Regierung hatte bereits im Vorfeld der Demonstration mehrere rechtsextreme Aktivisten die Einreise verweigert. Justizminister David Lammy warf den Organisatoren der „Unite the Kingdom“-Demo vor, Hass und Spaltung zu verbreiten. Sollte es zu Gewalt kommen, werde man rasch handeln, so Lammy. Bereits im September waren zu einem von Robinson organisierten Protest nach Polizeiangaben rund 150.000 Menschen gekommen. Damals war es zu Angriffen auf die Polizei gekommen, bei denen gut zwei Dutzend Beamte verletzt wurden.
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