Frauen in Deutschland sorgen weiterhin seltener privat fürs Alter vor als Männer, und der Abstand nimmt zu. Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Postbank, an der Anfang April 2026 2.059 Personen teilgenommen haben. Besonders deutlich sind die Unterschiede bei der Frage, ob überhaupt vorgesorgt wird und in welcher Form Ersparnisse angelegt werden.
Mehr erwerbstätige Frauen ohne eigene Altersvorsorge
Einer Auswertung der von Yougov für die Postbank erhobenen Daten zufolge geben rund 21 Prozent der erwerbstätigen Frauen an, nicht selbst für das Alter vorzusorgen. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei 19 Prozent. Bei den Männern fällt der Anteil deutlich geringer aus: Nur knapp zwölf Prozent verzichten auf eine private Altersvorsorge; im Jahr 2024 waren es 14 Prozent.
Unterschiede bei der Geldanlage
Auch in der Art der Geldanlage zeigen sich laut Yougov und Postbank Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während 68 Prozent der Männer, die privat vorsorgen, auf Aktien, Fonds oder ETFs setzen, nutzen Frauen Wertpapiere seltener. Dennoch investierten 2026 bereits 46 Prozent der Frauen in Wertpapiere, verglichen mit 41 Prozent im Jahr 2024.
Online-Umfrage als Grundlage
Die verwendeten Daten beruhen nach Angaben von Yougov auf einer Online-Umfrage, an der zwischen dem 2. und 5. April 2026 insgesamt 2.059 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden für die Postbank erhoben.
