Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat eine stärkere militärische Eigenständigkeit Europas gefordert und zugleich die zentrale Rolle der Nato für die Sicherheit hervorgehoben. Kurzfristig bleibe Europa nach seinen Worten von den USA abhängig, langfristig müsse es jedoch eigene militärische Fähigkeiten aufbauen.
Rasmussen fordert „europäische Nato“
Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat eine stärkere militärische Eigenständigkeit Europas angemahnt. „Wir müssen auf unseren eigenen Füßen stehen“, sagte Rasmussen dem Magazin „Politico“. Die Nato bleibe dabei aus seiner Sicht unverzichtbar. „Die Nato bleibt der Grundpfeiler der europäischen Sicherheit“, sagte er.
Zugleich verlangte Rasmussen Veränderungen im Bündnis. „Wir brauchen eine europäische Nato“, sagte Rasmussen. Damit knüpfte er seine Forderung nach mehr Eigenständigkeit Europas ausdrücklich an die bestehende Struktur des Verteidigungsbündnisses.
Abhängigkeit von den USA nur noch auf Zeit
Kurzfristig sieht Rasmussen Europa weiter auf Unterstützung aus Washington angewiesen. „Kurzfristig werden wir immer noch abhängig sein von den Vereinigten Staaten“, sagte er „Politico“. Langfristig müsse Europa jedoch selbst handlungsfähig werden. Ziel sei es nach seinen Worten, Waffen und Munition produzieren zu können, die in Europa genutzt werden können, ohne abhängig von den USA zu sein, sagte Rasmussen.
Die Reduzierung der US-Präsenz in Europa bewertet Rasmussen als Möglichkeit für einen eigenständigeren Kurs. „Wir sollten es als Chance nehmen“, sagte er.
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